Nitecore TM06s – Tiny Monster

Nightcore TM6S FrontviewTiny Monster – das kleine Monster. Klein sind die Abmessungen vom Nitecore Monster tatsächlich, kaum höher als eine Zigarettenschachtel und 50 mm im Durchmesser weckt diese Taschenlampe zunächst keine übergroßen Erwartungen. Ein Blick auf die technischen Daten zeichnet ein anderes Bild: mit einem Lichtstrom von 4.000 Lumen ist die NitecoreTM06s tatsächlich ein ausgewachsenes Lichtmonster. Aber zu einer guten zuverlässigen Taschenlampe gehört mehr: Ausdauer, Zuverlässigkeit und gute Bedienbarkeit sind mindestens ebenso wichtig wie die reine Lichtleistung. Ein Praxisbericht über das Monster an meiner Seite…

Die Hersteller von LED Taschenlampen sind in der Werbung für ihre Produkte um große Zahlen nicht verlegen. Die Leistung ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert: 2.000, 3.000, 3.500 oder jetzt 4.000 Lumen werden von Lampen generiert, die in jede Jacken- oder Handtasche passen. Was sich hinter der Einheit „Lumen“ verbirgt und welche Informationen die technischen Daten für die Praxis haben, ist im Artikel „Tactical Lights verstehen – Lumen, Lux, Candela und Co.“ ausführlich beschrieben.

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Nitecore ist kein Hersteller, wie man vermuten könnte, sondern ein Markenname der chinesischen Firma SYSMAX Industry Co. Ltd. aus Guangzou. Kleiner Schmunzler am Rande: Die Geschäftsadresse lautet „Glorious Tower“ was sich wörtlich mit glorreichen Turm oder etwas freier mit „Strahlender Turm“ übersetzen lässt.  Die Marke Nitecore ist seit Jahren fest im Markt verankert und produziert durchweg hochwertige und sehr leuchtstarke Taschenlampen. Mehrere Patente mit weltweitem Schutz gehören der Firma Sysmax, die meisten beinhalten Bedienungsfunktionen und elektronische Schaltungen doch dazu später mehr.

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Wenn man die Nitecore TM06S zum ersten Mal in die Hand nimmt, wirkt die Taschenlampe sehr massiv. Das Gewicht von 446 Gramm unterstützt diesen Eindruck – ein Leichtgewicht ist diese Lampe beileibe nicht.

Die technischen Daten der Nitecore TM06s im Überblick:
Lampentyp: LED Taschenlampe für den militärisch/taktischen Bereich
Material: Aluminium, schwarz anodisiert nach US Mil.Spec. HAIII
Form: zylindrisch
Länge: 117 mm
Kopfdurchmesser: 50 mm
Gehäusedurchmesser: 50 mm
Gewicht: 266 / 466 Gramm (ohne/mit Akkus)
Akkutyp:  4x 18650
LED: 4 x CREE XM-L2 U3, weiß
Lumen max. : 4.000 lm
Lumen min. : 3 lm
Reflektor: SMO
Lieferumfang: Gürteltasche, Lanyard, Ersatzdichtung

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Die Kombination aus den vier Hochleistungs-LED Cree XM-L2 U3 und dem SMO Reflektor lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass das Ziel der Entwickler maximale Lichtausbeute war. SMO Reflektoren kompensieren eventuelle Fehler in der Lichtverteilung einer Lampe nicht; ihr einziger Zweck besteht darin, den von den LEDs erzeugten Lichtstrom möglichst verlustfrei aus der Lampe zu befördern. Gängige Reflektortypen bei LED Taschenlampen zeigt folgende Übersicht:

  1. SMO (Smooth, Mirror – glatte Oberfläche, vollverspiegelt)
  2. LOP (Light Orange Peel – leichte Wabenstruktur „Orangenschale“)
  3. MOP (Medium Orange Peel – mittlere Wabenstruktur)
  4. HOP (Heavy Orange Peel – starke Wabenstruktur)
  5. LS (Light Stipple – leichte Textur)
  6. MS (Medium Stipple – mittlere Textur)
  7. HS (Heavy Stipple – starke Textur)

Die „Orange Peel“ oder „Orangenschale“ genannte Oberfläche erzeugt ein relativ weiches Licht, dass durch Streuung und Lichtverteilung sogar leichte Fehler in der Abstrahlungscharakteristik ausgleichen kann. „Stipple“ sind kleine, kreisförmige Strukturen, die in minimal unterschiedlichen Winkeln angeordnet sind. Reflektoren mit einer „Stipple“ Oberfläche leuchten eine Fläche noch gleichmäßiger aus und erzeugen weicheres Licht als SMO Reflektoren.

Noch prägender als der Reflektor einer LED-Taschenlampe sind die verwendeten Leuchtdioden. Bei der Nitecore TM06s handelt es sich um vier baugleiche LEDs des Typs XM-L2 U3, hergestellt vom weltweiten Marktführer CREE Inc. aus North-Carolina. (Link zum Datenblatt).

Die XLamp XM-L LED ist zur Zeit die beste weiße Einzelchip-HighPerformance-LED am Markt. Sie kann 1000 Lumen bei 100lm/W liefern und nimmt bei dieser Maximalleistung 3000mA auf. Wie alle Modelle der XLamp Serie XM-L bietet die Cree einen weiten Abstrahlwinkel, eine symmetrische Bauform sowie eine elektrisch neutrale Basis. Auf dem Galeriebild zu diesem Artikel ist die Anordnung der LED’s sehr gut zu erkennen, der Montagedurchmesser jeder LED beträgt 20mm. Die Gesamtleistung von 4.000 Lumen der Nitecore TM06s errechnet sich aus den Einzelleistungen von 1000 Lumen pro LED. Das bedeutet einen Stromfluss von 12 Ampere zwischen Akkus und LED-Montagebasis, wenn die Lampe im Turbo-Modus betrieben wird!

Die Nitecore TM06s stellt fünf verschiedene Lichtstärken zur Verfügung. Die Betriebsdauer für jeden Modus bezieht sich auf neuwertige Akkus mit 3.400 mAh.

Betriebsart Lichtstrom Betriebsdauer
Turbo 3.000 Lumen ca. 60 Minuten
High 1.500 Lumen ca. 60 Minuten
Mid 480 Lumen ca. 240 Minuten
Low 160 Lumen ca. 32 Stunden
Ultralow 3 Lumen ca. 23 Tage

In der Praxis waren die unter Laborbedingungen ermittelten Werte für die Betriebsdauer ganz gut reproduzierbar. Es handelt sich also nicht um am Rande der Legalität schön gerechnete Fabelwerte, wie man sie von den Verbrauchs- und Abgaswerten der Automobilhersteller kennt. Das Hauptproblem mit dem sich alle Hersteller von Hochleistungslampen konfrontiert sehen, sind weniger die Akkuleistung oder Betriebsdauer, sondern das Wärmemanagement der Lampe. Auch wenn LEDs einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzen und ein „A++“ auf Ihrem Energieausweis haben, wird ein Teil des Stroms in Wärme anstatt in Licht umgewandelt. Zwar bestehen die elektrischen Anschlüsse der vier LEDs aus soliden Goldkontakten, bei schlechter Wärmeableitung würden sich die Kontakte aber Ruck-zuck selbst auslöten. Abgesehen davon: auch wenn moderne LEDs mit sehr hohen Betriebstemperaturen arbeiten, lässt Überhitzung ihre Lebensdauer rapide schrumpfen. Die CREE XM-L2 U3 verträgt Anschlusstemperaturen von 150° Grad Celsius, höhere Temperaturen können im Extremfall zur sofortigen Zerstörung der LED führen.

Die Kunst, eine brauchbare Hochleistungslampe zu bauen, ist nicht nur die Auswahl der LEDs, sondern neben einem stimmigen Gesamtkonzept mit funktionierendem Wärmemanagement auch eine zuverlässige und bedienungsfreundliche Elektronik. Neben den fünf Betriebsmodi verfügt die Nitecore TM06s über drei Sonderbetriebsarten: Strobe, Beacon und SOS. Das Strobe ist zur Blendung von zwei- oder vierbeinigen Angreifern gedacht – ähnlich dem Stroboskop in einer Diskothek gibt die Lampe Lichtblitze in schneller Folge ab. Für diese Aufgabe ist Nitecore’s kleines Monster wie geschaffen.  Wenn sich die Augen an Dämmerlicht oder Dunkelheit gewöhnt haben, wird man durch das Stroboskop-Licht für einige Sekunden so stark geblendet, dass die Umgebung bestenfalls noch schemenhaft wahrgenommen werden kann. Auf jeden Fall reicht die durch Blendung und Desorientierung des Angreifers gewonnene Zeit, um einem Angriff auszuweichen oder sich in Sicherheit zu bringen.

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Im Beacon Modus funktioniert das kleine Monster wie eine Leuchtbake, sie gibt in einem konstanten Rhythmus aus Impuls und Pause ein kurzes Lichtsignal ab. Das ist quasi der Ruf „Hier bin ich“ und folgerichtig ist die Lichtleistung im Beacon Mode etwas geringer als im Strobe Mode. Die dritte Sonderfunktion ist der SOS Modus, bei dem die Lampe automatisch das SOS-Signal im Morsecode abgibt. Drei kurze Impulse (S) – Pause – drei lange Impulse (O) – Pause – drei kurze Impulse (S) bilden das weltweit bekannte Notsignal SOS (save our souls).

An der Lichtleistung des Nitecore Monsters ist nichts auszusetzen aber bei der Bedienung scheiden sich traditionell die Geister. Die Gemeinde der Fans taktischer Lampen spaltet sich dabei in etwa gleich große Gruppen von Befürwortern und Gegnern. Genial nennen es die einen, umständlich, fehleranfällig und praxisfremd nennen es die anderen. Wie fast alle anderen Lampen von Nitecore wird auch die TM06s nur über einen einzigen Knopf bedient. Dieser Knopf sitzt, wie man es seit jeher von Taschenlampen kennt, an der Seite des Zylinders und kann mit Daumen oder Zeigefinder betätigt werden. Die Besonderheit ist, dass dieser Knopf zwei Druckpunkte kennt – leichter Druck und starker Druck werden unterschieden und führen je nach Situation zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wer noch nie eine Lampe von Nitecore in der Hand hatte, muss quasi erst einmal eine Art Lampenführerschein machen, bevor die Lampe das tut, was ihr Besitzer möchte. Ein Schalter: vier Funktionen: kurzer starker Druck, langer starker Druck, kurzer leichter Druck, langer leichter Druck und dazu gibt es noch eine Memoryfunktion, die ebenfalls über den Bedienknopf beeinflussbar ist.

Dröseln wir die Bedienung also beginnend mit dem Einlegen der Akkus auf. Hinsichtlich der Akkus ist wichtig zu wissen, dass ausschließlich Akkus der Serie 18650 verwendet werden dürfen. Zwar passen auch Lithium-Ionen Akkus der Serien RCR123 und CR123 in das Gehäuse der TM06s, jedoch würden im Betrieb Akkus und Lampe zerstört. Daher verfügt die Lampe über eine Schutzelektronik, die das Einschalten der Lampe mit ungeeigneten Akkus verhindern soll. Wenn die richtigen Akkus eingelegt sind und die Verschlusskappe aufgeschraubt ist, blinkt ein ringförmiges, blaues LED-Licht, das den Bedienknopf umgibt. Das Blinken gibt Aufschluss über den Ladezustand  und teilt codiert die Spannung der Akkus mit. Beispiel: Wenn das Licht dreimal in kurzer Folge und nach eine kleinen Pause weitere achtmal blinkt, beträgt die Akkuspannung 3,8 Volt. Vollständig geladene Akkus haben eine Spannung von 4,2 Volt; in diesem Fall würde das Kontrolllicht viermal und nach einer Pause weitere zweimal blinken. Blinkt dass Kontrolllicht unaufhörlich in kurzer Folge will die Lampe mitteilen, dass sie die eingelegten Akkus für ungeeignet oder defekt hält. Das Blinken der Kontrolllampe zur Mitteilung der Batteriespannung sowie die dazugehörigen elektronischen Schaltungen hat sich SYSMAX patentieren lassen.

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Das blaue Lämpchen am Bedienknopf teilt nach dem Einlegen der Akkus die Ladespannung mit.

Nun ist die Lampe betriebsbereit. Ein kurzer, kräftiger Druck auf den Bedienknopf schaltet die Lampe ein, ein weiterer kurzer, kräftiger Druck schaltet sie wieder aus. Nun befindet sich die ausgeschaltete Lampe im Standby-Modus. Ein kurzer, leichter Druck auf den Schalter aktiviert eine Art „Locator-Beaon“, der blaue Leuchtring blinkt nun alle 3 Sekunden kurz auf, dadurch lässt ich die Lampe im Dunkeln leicht lokalisieren. Ein weiterer kurzer, leichter Druck schaltet diese Funktion wieder ab.

Hat man die Lampe mit einem kurzen. kräftigen Druck wie beschrieben eingeschaltet, kann man nun mit kurzen, leichten Druck auf den Knopf durch die verschiedenen Leuchtmodi zappen. Wenn man die Lampe ausschaltet, bleibt die zuletzt eingestellte Helligkeitsstufe gespeichert, beim nächsten Einschalten ist diese Helligkeitsstufe wieder aktiv. Der Ultralow-Modus mit nur drei Lumen Leistung lässt sich durch einen leichten Druck auf den Bedienknopf aktivieren, wenn sich die Lampe im Standby Mode ist. Möchte man  die Lampe mit der maximalen Leistung einschalten, drückt man den Bedienknopf kräftig und lang. Das Ein-Knopf-Bedienkonzept beruht ebenfalls auf einem Patent von SYSMAX.

Die Ein-Knopf-Akrobatik hat aber noch mehr auf Lager. Wenn die Lampe eingeschaltet ist, kann man durch einen langen, kräftigen Druck den Strobe Mode aktivieren. Anschließend kann man durch langen, leichten Druck zuerst in den Beacon Modus und mit de nächsten Betätigung in den SOS Modus wechseln. Wie gesagt, das Ein-Knopf-System ist Gewöhnungs- und Geschmackssache. Um die Lampe fehlerfrei in den jeweils gewünschten Modus zu schalten ist etwas Übung unerlässlich, hat man sich jedoch daran gewöhnt, funktioniert das Nitecore Konzept erstaunlich gut.

Die Lichtleistung des kleinen Monsters ist beeindruckend! Im Turbo Mode leuchtet die Lampe etwa ein halbes Fußballfeld aus. Nitecore gibt die Reichweite des Lichtstrahls mit 359 Metern an, diesen Wert konnte ich in der Praxis nicht annähernd erreichen. Hier haben wir es wohl mit einem unter Laborbedingungen ermittelten Wert zu tun. Ein Person auf einem dunklen Waldweg lässt sich bei normalen Sichtbedingungen aus deutlich über 100 Metern erkennen, wobei die Entfernung maßgeblich von den Reflektionseigenschaften der Kleidung bestimmt wird. Beacon und SOS Signal sind selbst bei Störlicht aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Innerhalb der typischen „Taschenlampen- Distanz“ von zehn bis fünfzehn Metern ist die Mid-Power Einstellung völlig ausreichend, um ein helles Such- und Orientierungslicht zu erhalten.

Zwei sinnvolle Features sind erwähnenswert. Die Leistungsstufe „Ultralow“ ermöglicht den Betrieb der Lampe durchgehend für rund 23 Tage. Die Lichtstärke von drei Lumen ist dabei ausreichend, um sich in einem Zelt, einer Höhle oder einem bis zu zwanzig Quadratmeter großen Raum gut orientieren zu können.  Das zweite Feature der TM06s ist ihre Eigenschaft, stabil auf der Verschlusskappe stehen zu bleiben. So kann die Lampe im Ultralight Modus hingestellt und der Lichtstrahl gegen die Decke gerichtet werden.

 

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Im Turbo Modus fließen richtig dicke Ströme und dementsprechend erwärmt sich die Lampe schnell. Das ATR (Advanced Temperature Regulation) genannte Wärmemanagement der Nitecore TM06s verwendet das gesamte Gehäuse als Kühlkörper. Die Hitze wird dabei zunächst von der Montageplatte der LEDs auf den Kopfbereich der Lampe geleitet und von dort auf das Gehäuse abgeleitet. Das kleine Monster wird nach einigen Minuten sehr warm aber nie so heiß, dass man die Lampe nicht mehr mit bloßen Händen anfassen könnte. Die Temperatur des Lampenkopfes ist aber nach etwa 15 Minuten definitiv im Grenzbereich. Einer drohenden Überhitzung wirkt die Elektronik mit einer Reduzierung der Lichtstärke entgegen. Das Umschalten erfolgt ohne Vorankündigung und kann bis zu zwei Stufen betragen. Gut ist hingegen, dass die Lampe nicht komplett abschaltet; man steht also niemals völlig im Dunklen.

Die Nitecore TM06s ist wasserdicht nach IPX-8 Standard und übersteht ein Vollbad in zwei Metern Wassertiefe unbeschadet. Die Dichtringe sitzen gut und es besteht kaum Gefahr, dass sie beim Akkuwechsel versehentlich verschoben werden. Lächerlich sind sowohl die mitgelieferte Gürteltasche wie auch der Lanyard. Die Tasche aus dünnem Kunststoff hängt wie ein Kartoffelsack am Gürtel und der Lanyard ist ein besserer Schnürsenkel. Beide sind mit dem Gewicht der Lampe überfordert.

Nightcore TM6S 04_1536Fazit:

In der täglichen Praxis gibt es mit der Nitecore TM06s – Achtung – mehr Licht als Schatten 😉 . Die positiven Eigenschaften sind ihre geringen Abmessungen, die gigantische Lichtstärke im Turbo-Modus und die sinnvolle Abstufung der einzelnen Leuchtstufen. Die Bedienung ist problemlos, wenn man sich an das System gewöhnt hat. Ob man allerdings unter Stress und in Verteidigungssituationen den gewünschten Leuchtmodus sofort trifft wage ich zu bezweifeln, gerade der leichte Druck auf den Bedienknopf ist in einer dynamischen Situation nur schwer hinzubekommen.

Das Gewicht von einem knappen amerikanischen Pfund ist nicht zu unterschätzen. Das kleine Monster zieht spürbar an Jacke und Gürtel, daher wird man diese Lampe nur mitnehmen, wenn man vermutet sie auch benutzen zu müssen. Für den Alltag mag eine kleine, leichtere Lampe sinnvoller sein aber das schmälert die Qualität der TM06s keineswegs. Wie gesagt: auf voller Leistung ist das Ergebnis absolut atemberaubend und die Lampe weckt Assoziationen zu einem Flakscheinwerfer.

Zum Schluss wie immer die Frage: Was kostet der Spaß? Mit 169 Euro für die Lampe ohne Akkus und Ladegerät erzielt die Nitecore TM06s ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der Preis der Akkus ist direkt proportional zur Kapazität; ein Satz original Nitecore 3.400 mAh Akkus kostet gut 80 Euro. TrueNite Akkus mit ebenfalls 3.400 mAh sind allerdings schon für rund 45 Euro zu bekommen (4 Stück). Am Ende ist man schlappe 250 Euro los, hat dafür aber Licht bis zum Abwinken. Insgesamt eine Monsterlampe zu einem fairen Preis: der Daumen geht nach oben!


Alle genannten Marken, Logos und Namen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Bildnachweis:
Das Galeriebild ist Eigentum von SYSMAX Industry Co.,Ltd., China. Alle anderen Bilder sind Eigentum des Autors.

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