IWA 2016 – Letzter Tag und ein Resümee

IWA 2016 - 04 - 00Den letzten Tagesbericht von der IWA Outdoor Classics 2016 reiche ich mit einem Tag Verspätung nach. Das durch Krankheit stark dezimierte Knife-Blog Team hat euch fünf Tage lang vom Aufbau der Messe bis fast zum Veranstaltungsende begleitet.

Besuche bei den letzten drei Ausstellern sowie ein umfangreiches Resümee mit den Trends der größten Waffenmesse in Europa schließen die diesjährige Berichterstattung von der IWA Outdoor Classics 2016 ab.

Die Besuche bei drei Ausstellern muss ich noch nachtragen. Die italienische Firma Maserin hat sich als interessantes Besuchsobjekt erwiesen. Die Designs der Messer von Firmeninhaber Gianfranco Maserin sind weit gesteckt und umfassen sowohl sehr moderne als auch traditionelle Formen. Die Firma aus Maniago ist seit über fünfzig Jahren im Geschäft und überzeugt bei allen Ausstellungsstücken mit sehr guter Qualität. Auch bei aktuellen Hightech Messern patzt Maserin nicht, das Modell AM1-Tech Frame besteht aus einem Titanrahmen mit Carbon Inlays und kugelgelagerter Klinge aus S35VN. Mit nur 126 Gramm ist dieser dezent taktische Folder für ein Messer mit 95 mm Klingenlänge erfreulich leicht.

Cheburkov-Russki Russki 01 1600
Große Auswahl bei Cheburkov Foldern im Shop!
A. Cheburkov, Modell Russki
Slipjoints Messerkontor Wacholder
Feine Taschenmesser
       aus europäischen Manufakturen
              fürs Sammlerherz und den täglichen Gebrauch!
Mehr erfahren
Messerkunst Schanz - Messerkunst
Damastringe
für Sie und Ihn
Handgefertigte Küchen-
und Taschenmesser
Knife-Blog T-Shirt Drunter und drüber bild 1
Cool drüber
Cool drunter
Das Knife-Blog T-Shirt ist da!

– Werbung –

Maserin produziert sehenswerte Miniaturen, kleine Taschenmesser in Schmuckschatullen, die alle eines gemeinsam haben: volle Funktion. Alle Klingen lassen sich aufklappen und sich scharf geschliffen. Selbst ein Mini-Multitool mit vier ausklappbaren Werkzeugen hat Maserin im Angebot. Ein schönes Geschenk für Messerfreunde und -freundinnen!

IWA 2016 - 04 - 05

IWA 2016 - 04 - 14

Noch ein anderes Produkt hat bei Maserin meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Voll im Trend liegen Tools aller Art. Manche kosten den Gegenwert eines soliden Folders aber das schreckt viele Messerfreunde nicht ab. Wer nicht so hoch einsteigen will wie bei amerikanischen Firmen wird ebenfalls in Maniago fündig. Maserin fertig diverse Varianten kleiner Tools in zeitgemäßen Design. Auf der Homepage finden sich die Tools bisher nicht – bei Interesse einfach mal per E-Mail bei der Coltellerie Maserin snc in der Via dei Fabbri, 19, 33085 Maniago anfragen (info@maserin.com).

IWA 2016 - 04 - 13

Kleine Tools mit witzig-praktischen Design liegen 2016 auch bei Maserin voll im Trend

IWA 2016 - 04 - 15

Gianfranco Maserin betreibt die gleichnamige Firma in Maniago

Ein Kurzbesuch gilt Ronald Andrist von der Firma Swiza. Mit einer neuen Interpretation des Schweizer Messers hat Swiza in den letzten Monaten ordentlich Furore gemacht. Auch die Vorstellung auf Knife-Blog war ausgesprochen positiv und die Verkaufszahlen sind nach Auskunft von Ronald mehr als erfreulich. Momentan muss Swiza den Vertrieb auf einige europäische Länder begrenzen, weil die Produktionsmenge für den Weltmarkt noch nicht ausreicht.

Auf der IWA zeigte Swiza die bereits bekannte Modellpalette von D01 bis D04 in jeweils vier Farben. Alle Messer sind mit einer Verriegelung der Hauptklinge ausgestattet, die durch einen Druck auf das Schweizer Kreuz wieder entriegelt wird.

IWA 2016 - 04 - 06

Schweizer Messer im modernen Look sind Swiza’s Hauptprodukt

IWA 2016 - 04 - 07

Nichts liegt für eine Schweizer Firma näher als mit Uhren zu handeln. Swiza ist diesbezüglich keine Ausnahme und alle Modelle sind mit in der Schweiz gefertigten Uhrwerken ausgestattet. Die Modellpalette umfasst Uhren im taktischen Stil, Outdoor-Uhren und elegante Modelle fürs Büro.

Langsam nähert sich die IWA ihrem Ende…

Last but not least: Cold Steel. Ehrlich gesagt habe ich vor der Messe einige Zeit überlegt, ob ich mit Cold Steel einen Pressetermin vereinbaren soll. Bekanntermaßen sind Cold Steel’s „Blut-, Schweiß- und Eisen-Videos“ nicht jedermanns Sache. Wie so oft kommt es anders. Nicht nur der erste Kontakt per E-Mail verlief ausgesprochen nett, auch das Gespräch auf der Messe gehört zu den angenehmen Erinnerungen. Andy Smith musste in Nürnberg kurzfristig für Verkaufsleiter Andrew Harding einspringen, der aufgrund einer familiären Angelegenheit nicht nach Deutschland reisen konnte. Andy gibt sich kleine Blöße und präsentiert sowohl ganz neue Modelle als auch Weiterentwicklungen der Vorjahresmodelle.

IWA 2016 - 04 - 08

Cold Steel hat mit einem der größten Stände in der Messerhalle viel Engagement für den europäischen Markt gezeigt

IWA 2016 - 04 - 04

Vom Minimesser zum Fliegenfischen bis zur Monstermachte ist bei Cold Steel jede denkbare Klinge im Angebot

Ein typisches Cold Steel Messer ist der große „Colossus“ Folder, der seinem Namen alle Ehre macht. Die 10 Zentimeter lange „leaf-shape“ Klinge wird aus CTS-XHP Stahl gefertigt. Carpenters XHP Stahl findet bei Cold Steel mehr und mehr Verwendung und löst AUS8 und 154CM nach und nach ab. Zumindest in der mittleren und oberen Preisklasse setzt Cold Steel vermehrt auf pulvermetallurgische Stähle. Michael Walker hat den fast unverwechselbaren Colossus Folder für Cold Steel entworfen.

IWA 2016 - 04 - 09

Einen für Cold Steel typischen Namen trägt auch ein anderes Messer aus der 2016er Kollektion: „Broken Skull“ also frei übersetzt: Schädelbruch. Das Messer selbst ist nicht so groß und gewaltig, dass sich dieser Name aufdrängt aber die Bezeichnung verdankt es seinem Entwickler. Steve Austin ist einer der bekanntesten Wrestler in den USA und darüber hinaus als Martial Arts Trainer bekannt. In sechs Farbvarianten hat Cold Steel das Broken Skull herausgebracht und freimütig bezeichnet Andy die für Cold Steel ungewohnte Farbenfreude als Experiment. Erste Tendenzen weisen darauf hin, dass die Cold Steel Kundschaft mehrheitlich konservativ kauft. Daher führen die taktischen Farben die Verkaufsstatistik an.

IWA 2016 - 04 - 10

Mit dem Rekon Tanto hat Cold Steel ein sehr feines Fixed Blade mit Tanto-Klinge am Start. Der Griff aus Kray-Ex™ und die 7 Zoll Klinge aus 3V Stahl bilden über die ganze Länge eine leichten Bogen, was diesem großen Messer nicht nur Eleganz, sondern auch jede Menge Durchschlagskraft verleiht.  3V oder genauer gesagt: CPM-3V ist ein pulvermetallurgischer Stahl des amerikanischen Herstellers Crucible Steel. In den USA wird das Rekon Tanto mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 265 Dollar auf den Markt kommen. Erster Eindruck: sehr spannendes Messer zu einem fairen Preis!

IWA 2016 - 04 - 11

Nach Cold Steel konnte ich keinen Pressetermin mehr wahrnehmen, da nach dem grippegeschwächten Luke auch mein treuer Fotograf und Kameramann Andy aus familiären Gründen in der Nacht zu Montag abreisen musste. Nachdem ich diese Nacht mit einem Blog-Beitrag und einem Artikel für ein amerikanisches Magazin fast ohne Schlaf rumgebracht habe, bedurfte das  Restprogramm einer rigorosen Straffung. Als Einzelkämpfer habe ich am letzten Tag nur noch Interviews und Umfragen gemacht.

Der letzte Messetag bietet Gelegenheit für ein Resümee. Pünktlich am Montagmorgen liegt bereits die offizielle Presseerklärung des Veranstalters vor. Die Worthülsen entsprechen den Erwartungen: alles war besser, schöner, größer und erfolgreicher als im Vorjahr… War ja klar! 45.000 (zufriedene) Besucher meldet die Messeleitung stolz.

Längst habe ich mich bei den Ausstellern umgehört und tatsächlich sind die meisten mit ihrem Ergebnis zufrieden. Fast alle bezweifeln allerdings, dass die Besucherzahl die der Vorjahre erreicht, vor allem am Sonntag waren viele Hallen erstaunlich übersichtlich. Auf der Heimfahrt verarbeite ich die Eindrücke und ordne das Erlebte ein. Was mir auf der IWA Outdoor Classics 2016 im Positiven wie im Negativen auffiel, habe ich für euch in meinem ganz persönlichen Bericht zusammengefasst.

IWA 2016 - 04 - 16

Der Montag ist nicht der geschäftigste Tag auf der IWA. Viele Fachbesucher sind bereits abgereist, die Presse-Lounge ist kaum noch zu einem Drittel gefüllt und statt Einkäufern stromern Händler mit ihren Lieblingskunden im Schlepptau durch die Gänge. Schnäppchenjäger belagern die Stände, machen Fachgespräche nahezu unmöglich und nicht wenige Zeitgenossen lassen dabei die grundlegenden Regeln des Anstands fahren. Geiz ist für viele geiler als Benehmen und mein diesjähriger Favorit bettelt eine gute Stunde lang bei einer bekannten amerikanischen Firma um eines der Ausstellungsstücke. Immerhin ein Messer im Wert von rund 450 Euro. An einem anderen Stand wirft ein Händler seine Umsatzprognosen ins Gewicht, damit einer seiner Kunden ein seltenes Fixed samt Scheidenprototyp abstauben kann. Kopfschütteln und Fremdschämen beim morgendlichen Gang über die IWA.

IWA 2016 - 04 - 18

Am Montag ist der Drops längst gelutscht – alle sehnen sich das Ende der Messe herbei

Jeder wartet nur noch auf den magischen Moment um 16:00 Uhr, wenn endlich der Abbau beginnen darf. Klares Votum: alle von mit befragten Aussteller halten den Montag für überflüssig und würden eine auf drei Tage verkürzte Messe bevorzugen. Spätestens gegen Mittag haben sich die interessantesten Aussteller entnervt in die American Lounge oder in verborgene Kämmerchen geflüchtet. Die Chefs haben sich verdrückt und ihren Mitarbeitern ist die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben.  Nur Greg Medford steht am Nachmittag noch ungerührt an seinem Stand, trägt dabei aber eine so grimmige Miene zur Schau, dass selbst die dreistesten Schnäppchenjäger winselnd Abstand halten. Die Armut in Deutschland findet am IWA-Montag in vielen Köpfen statt.

Heute morgen läuft auf dem Wirtschaftsticker die Schlagzeile, dass China’s Exporte im letzten Jahr um über 25 Prozent gesunken sind. Wer auf der IWA 2016 war, glaubt das unbesehen! Vor allem im Bereich LED-Lampen sind mehr als ein halbes Dutzend Aussteller aus China vertreten. An einem Stand stehen drei Mädels zusammen, drehen den Messebesuchern den Rücken zu und sind umfänglich mit sich selbst beschäftigt. Am Stand einer anderen Lampenbude steht ein freundlich lächelnder Mann, der weder deutsch, englisch, französisch oder italienisch versteht geschweige denn spricht. Auf Englisch frage ich nach der Leuchtdauer in verschiedenen Betriebsmodi einer Lampe und bekomme die Antwort: „breit – velly, velly breit leiht“… Ich danke freundlich mit einer leichten Verneigung und schlendere weiter. An einem einzigen chinesischen Lampenstand steht tatsächlich ein deutscher Muttersprachler, darf aber leider nicht mit der Presse reden. Schade eigentlich. Nach dem vierten Lampenstand bin ich pappesatt und buche sämtliche Lampentermine unter Ulk ab.

IWA 2016 - 04 - 03

Das Messekonzept von Kizer Cutlery hat sich mir in den vier Messetagen nicht erschlossen. Über hundert Messer zum in die Hand nehmen und Hochglanzkataloge für die unvermeidliche IWA Tasche. Ansprache: Fehlanzeige. Englisch: Kaum. Technisches Know-How: Fehlanzeige.  Media Kit: Fehlanzeige.

Ein ganz anderes Bild an Ständen amerikanischer Firmen. Perfekt geschulte, eloquente Mitarbeiter und viel professionelle Freundlichkeit. Fachlich gut ausgebildet sind sie bei Nachfragen nicht ohne weiteres aus der Reserve zu locken. Gelingt es doch, werden fehlende Informationen in Windeseile beschafft. Bei den Amis gilt die Grundregel: je größer die Firma, desto unpersönlicher die Ansprache. Wie immer bleibt keine Regel ohne Ausnahme, auf der IWA punkten Spyderco und Cold Steel. Was bei CRKT oder Benchmade unterkühlt und auf das notwendige Showbiz reduziert geboten wird toppen Eric Glesser mit erstaunlicher Offenheit und Natürlichkeit sowie ein sehr engagierter Manager bei Cold Steel deutlich. Die deutschen Aussteller sind sehr unterschiedlich. Einem optisch und personell perfekten Messe(r)auftritt bei Böker stehen suboptimale Lösungen bei einigen anderen Ausstellern gegenüber. Auf einigen Mitarbeitern bekannter Distributoren lastet offensichtlicher Umsatzdruck, bei anderen Messeteilnehmern grenzt die Tristesse an Desinteresse.

Ehrlich gesagt, bei einigen Ausstellern habe ich mich dreieinhalb Tage lang gefragt, warum sie die gewaltige Investition eines IWA Auftritts auf sich nehmen, um dann viel Potential liegen zu lassen. Chefs können im Betrieb nahezu jede Aufgabe delegieren aber Repräsentation und Außendarstellung auf einer Fachmesse sind nicht delegierbar. Viele haben das begriffen und sind wie Rick Hinderer oder Anne Reeve vier Tage lang von morgens bis abends auf Ochsentour, andere sieht man überall auf der Messe nur nie am eigenen Stand.

Viele habe ich nach den Messertrends 2016 gefragt und höchst unterschiedliche Meinungen gehört. Also beschränke ich mich auf meine eigenen subjektiven Eindrücke. Flipper sind sowohl im taktischen Bereich wie auch bei typischen EDC stark vertreten, selbst bei kleinen, leichten Gentleman Foldern sieht man viele Flipper. Ohne Frage schiebt der Erfolg von Zero Tolerance dieses Segment kräftig an. Unter vielen Tischen liegen zusätzlich Automaten und Halbautomaten oder man setzt – wie zum Beispiel Hogue Knives – von vornherein auf Öffnungshilfen. Benchmade hat OTF’s im Gepäck, für die man als Messerfan versucht ist, eine Haftstrafe in Kauf zu nehmen. Bei einem Franzosen entdecke ich in einer Ecke eine Handvoll Balisong. Erfreut betrachte ich die Messer und mit Erstaunen nimmt mein Gesprächspartner zur Kenntnis, dass dieser Messertyp in Deutschland verboten ist. Eine Stunde später sind die Messer verschwunden. Die Unkenntnis der deutschen Waffengesetze zieht sich wie ein roter Faden durch meine Gespräche und nicht wenige Gesprächspartner wechseln daraufhin ihr spontan ihr EDC. Dass es in den Ausstellungshallen keine sichtbaren Kontrollen gibt beruhigt allerdings niemand – keiner will sich in einem fremden Land mit einem verbotenen Messer erwischen lassen.

Wirkliche Trends kann ich auf der IWA 2016 im Messerbereich nicht auszumachen. Tomahawks sind ein Riesenthema und kein Aussteller hat nicht mindestens ein Exemplar im Angebot. Zahlreiche Innovationen in diesem Marktsegment sind unübersehbar: Gürtelhalfter mit Magnethalterung und auswechselbaren „Backside-Tools“ bei Hogue, futuristisches Design bei Spyderco’s Szabo Hawk und eine umfangreiche und im wachsen begriffene Modellpalette bei Böker. Natürlich schlägt der Tomahawk Hype inzwischen voll auf die Preise durch: kosteten Standardqualitäten vor zwei Jahren noch deutlich unter 100 Dollar, ist heute selbst für einfache Qualitäten mindestens das Doppelte zu bezahlen. Die Preisspitze liegt derzeit bei knapp 600 Dollar und wird unweigerlich weiter steigen.

Interessant sind die Kommentare einiger Aussteller zum Thema Tomahawk. „Off-the-record“, also bei ausgeschaltetem Aufzeichnungsgerät und dem Versprechen, nur ohne Quellenangabe zu zitieren, werde ich mehrfach mit Unverständnis über den aktuellen Tomahawk Hype konfrontiert. „Mir ist unklar, was die Leute glauben, damit machen zu können“ sagt ein Profi kopfschüttelnd, „du kannst damit kein Holz hacken, kein Seil kappen und jeder verdammte Knüppel ist besser geeignet, um jemand den Schädel einzuschlagen.“ Nach einer kurzen Pause bestätigt der Sprecher aber, dass zur Zeit in diesem Segment sehr starke Umsätze erzielt werden. „Tomahawk wozu?“, kommt die Rückfrage eines Outdoor Spezialisten postwendend. „Frisches Holz schlagen, um ein Feuer zu machen oder lieber das Holz fürs Lagerfeuer in handliche Scheite spalten?“ Er lacht herzlich und schüttelt den Kopf. Ein Ami bringt es – strictly off the record – auf den Punkt: „If I need to break a door I use my gun and without a gun it’s fairly stupid to raid a house.“ (Wenn ich ein Haus stürme, schieße ich die Tür aus den Angeln und ohne Schusswaffe ein Haus zu stürmen, ist ziemlich blöd.)

Off the record sehe ich bei vielen Firmen Prototypen. Coldsteel hat sowohl Fixed Blades, Wurfmesser und auch Tomahawks als „rough prototypes“, also in einem sehr frühem Entwurfsstadium dabei. Fotografieren ist natürlich streng verboten. Auch verboten ist das Fotografieren einer Vitrine mit rund achtzig „Prototypen“ bei Spyderco. Stets ist eine Mitarbeiterin in der Nähe, die höflich aber bestimmt darum bittet, Vitrine und Inhalt nicht zu fotografieren. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wendet sich die Mitarbeiterin ab, und sofort klicken die Auslöser handybewaffneter Investigativjournalisten. Das Ganze ist natürlich ein pfiffiger Marketinggag von Spyderco. In der Vitrine liegen Konzeptstudien, die entweder längst bekannt oder für die zukünftige Produktion irrelevant sind und deren Mehrzahl längst erschienen Modellen verdächtig ähnlich sieht. So macht Spyderco die Leute heiß und erzeugt Interesse – ein cleverer Schachzug!

Nach der Messe ist vor der Messe! Die IWA 2017 wird vom 03.03.2017 bis zum 06.03.2017 stattfinden. An den beiden Tagen davor wie immer die Enforce TAC. Knife-Blog wird im nächsten Jahr mit einem deutlich größeren Team vor Ort sein und auch ein paar Redundanzen für krankheitsbedingte Ausfälle einbauen. Ich freue mich!

IWA 2016 - 04 - 12

Einer der Hingucker der IWA Outdoor Classics 2016. Die Vitrine von Zero Tolerance mit (fast) vollständiger Modellchronologie.


Text und Redaktion: Thomas, Fotos: Thomas
Alle genannten Marken, Warenzeichen, Logos und Namen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.
Alle Bilder und Grafiken in diesem Artikel sind Eigentum der Autoren.

Verwandte Artikel