Das kleine Balisong Kompendium, Teil 2

balisong_logo001Nachdem der erste Teil sich mit Herkunft, Geschichte und technischen Konzepten des Balisong befasst hat, geht es im zweiten Teil um die Entwicklung der Messer in den letzten vierzig Jahren. Dazu gehören Messer aus aktueller Produktion genauso wie die Archetypen der Balisong Szene. Von Benchmade und Spyderco reicht die Palette der Hersteller bis zu BRS und Jerry Hom. Im dritten und letzten Teil folgt die Darstellung der Butterflymesser in den Printmedien, ihr Rolle in Film und Fernsehen sowie ein Blick auf den Balisong Sport.

Herstellung, Import, Verkauf und Besitz von Balisong (Butterflymesser) sind derzeit in Deutschland verboten. Balisong gelten nach dem Waffengesetz als verbotene Gegenstände; der unrechtmäßige Erwerbsversuch oder Besitz stellt eine Straftat dar und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Bevor jetzt der eine oder andere Leser argwöhnt, dass diesem Artikel eine Rechtsverletzung zugrunde liegen könnte, in einem früheren Artikel zum Thema Balisong wurde diese Frage bereits beantwortet.


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Neben den bekannten Namen Balisong, Butterfly- oder Schmetterlingsmesser gibt es eine weitere, nicht sehr bekannte Bezeichnung für diesem Messertyp: 29er oder twentyniner. Dieser Begriff spielt auf die angeblich ursprüngliche Länge des geöffneten Messers von 29 Zentimetern an. Die 29 ist also eine Art „geheimes“ Synonym für Balisong mit weltweiter Verbreitung.

moderne Balisong

Hochwertige Balisong werden heute von vielen Firmen angeboten, wobei der Schwerpunkt eindeutig in den USA liegt. Der Phantasie bei Klingenformen, Griffmaterialien und Klingenstählen sind keine Grenzen gesetzt und die Auswahl ist nicht geringer als bei Foldern im gehobenen Qualitätssegment. Die klassischen Klingenstähle 154CM und D2 werden heute noch häufig verwendet aber inzwischen sind pulvermetallurgische Stähle wie S35VN auch bei Butterflymessern sehr verbreitet. Limitierte Sondermodelle werden nicht selten mit Damastklingen ausgestattet.

Da die Bauform eines Balisong dem Designer nur wenig Raum für ungewöhnliche Stilelemente bietet, hat sich  neben der Klingenform die aufwändige Gestaltung der Griffstücke als Element für die Individualität der Messer entwickelt. Modernste Herstellungstechniken, sorgfältige Materialauswahl und gestalterische Kreativität gepaart mit höchster Verarbeitungsqualität sind in der Top-Klasse der Balisong selbstverständlich. Der Einstieg in die Liga der hochwertigen („Mid-Tech“) Balisong beginnt etwa bei 300 Dollar (2016) und kann ja nach Griffmaterial, Klingenstahl, Design und Bearbeitungsaufwand bis rund 700 Dollar reichen. Einzelstücke von bekannten Custom-Schmieden, Sondermodelle der großen Hersteller oder handgearbeitete Kleinserien aus limitierten Auflagen, können aber auch (sehr!) deutlich darüber liegen.

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Bild 1: Balisong Custom von Darrel Ralph it Damastklinge, basierend auf seinem Modell „V8“

Während der 1970er Jahre wurden Zigtausende Balisong aus Asien aber auch aus Deutschland und Frankreich in die USA eingeführt. Fast ausschließlich handelte es sich dabei um Messer aus dem unteren oder bestenfalls mittleren Qualitätssegment. Hightech Produkte oder handgefertigte Einzelstücke gab es in diesen Ländern damals nicht. Initiiert durch den Erfolg der kleinen Firma „Bali-Song Inc.“ begann sich in den USA Anfang der 1980er Jahre eine regelrechte Szene für hochwertige Schmetterlingsmesser zu entwickeln. Nach und nach sprangen namhafte Hersteller auf den Zug auf und das gesamte Marktsegment nahm schnell Fahrt auf. Bekannte Hersteller von Balisong sind unter anderem: Bradley Cutlery, BRS (Blade Runner Systems), Microtech, Roton, Pro-Tech und SWAT aber auch Messermacher wie Jerry Hom oder Darrel Ralph.

Benchmade

Mehr als alle anderen bekannten Namen der Messerszene ist die (ehemals) kalifornische Firma Benchmade mit dem Balisong verbunden. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wo die Wurzeln des heutigen „Global Player“ Benchmade liegen und wie Schmetterlingsmesser die Entwicklung der Firma ermöglicht und geprägt haben. Wie eng Gründung und Erfolg von Benchmade mit dem Balisong verbunden sind, wird im Artikel „Die Benchmade Story“ ausführlich beschrieben.

In vielen Marktsegmenten gibt es Produkte, deren Popularität und Verbreitung so ausgeprägt ist, dass sie ihr Marktsegment nicht nur auf Jahre hinaus beherrschen, sondern de facto einen Standard bilden. Der VW Käfer gehörte vor vielen Jahrzehnten in diese Gruppe aber auch die Kugelkopfschreibmaschine von IBM in den 1960er Jahren oder vor kurzem Apples iPod®. Mit dem Modell 42 gelang Benchmade weltweiter Erfolg, denn schon kurz nach seiner Vorstellung und sozusagen noch zu „Lebzeiten“ wurde dieses Messer zur Legende. Der Traum jedes Messermachers wurde für Firmengründer Les de Asis mit dem 42er Realität.

Die Modellreihe 4x wurde im Jahr 2000 vorgestellt und umfasst eine Vielzahl verschiedener Balisong, die sich durch unterschiedliche Klingenformen, klingenstähle und Griffoberflächen unterscheiden. Die Griffe bestehen bei (fast) allen 40ern aus Titan und wurden aus einem Block Titan gefräst. Anschließend wurden die Griffstücke durch sechs Bohrungen skelettiert. Dadurch ist ein gut ausbalanciertes, stabiles und mit einem Gewicht von ca. 116 Gramm erstaunlich leichtes Messer entstanden. Die Verarbeitung der 40er entspricht dem hohen Standard von Benchmade und die Messer der Baureihe „4x“ gelten als unverwüstlich.

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Bikd 2: Das Benchmade Modell 42 ist eine Messerlegende

Das erste 40er Modell erschien im Jahr 2000 mit der Bezeichnung BM42. Es wies bereits mit einer Weehawk Klinge und einem T-Latch zwei typische Merkmale der Baureihe auf. Vom Fleck weg wurde es von der Balisong Szene begeistert angenommen und verkaufte sich zum Preis von 160 Dollar wie „frisch geschnitten Brot“. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Benchmade 42 zur Referenz für moderne Balisong. Unter der Bezeichnung BM42S wurde das Messer mit Weehawk Klinge und Teilwellenschliff (Combination Edge oder kurz: Combo-Edge) angeboten. Für das Modelljahr 2001 wurden nur minimale Veränderungen vorgenommen (härtere Pivot Screws) und eine Variante mit anodisierten Titan-Griffen bereicherte zum Preis von 180 Dollar das Angebot.

2002 wurde das BM42 technisch unverändert angeboten aber um Modelle mit schwarzen Titan Griffen erweitert (BM42 BLK und BM42 SBLK). Ab 2003 wurden die Messer mit einem federbelasteten Verriegelungshebel ausgestattet, so dass das Latch beim flippen in gerader Verlängerung des Griffes nach hinten zeigt und nicht zwischen die Griffe geraten kann. In den folgenden Jahren erschienen zahlreiche Sondermodelle und Weiterentwicklungen. Jeder Versuch einer vollständigen Auflistung würde den Rahmen des Artikels sprengen. Im Laufe der Jahre wurden allein vier verschiedene Klingenstähle verwendet: 154CM, Sandvik 12C27, 440C und D2. Bei den Klingenformen kommen vor: Weehawk, Tanto, Spear Point, Bowie, Utility, Kukri und Kris, mehrere Klingenformen wurden je nach Jahrgang und Serie mit verschiedenen Stählen und/oder Griffauflagen aus Cocobolo Holz kombiniert.

Einige Modell 40 Varianten:

  • Mod 40T, 40 TR – 2003 – Trainingsmesser, 40 TR besaß rot gefärbte Griffe
  • Mod 42, 42S – 2000 – Weehawk Klinge, 154 CM, Titan-Griffe, 42S mit Combo-Edge
  • Mod 42A – 2001 – Weehawk Klinge, 154 CM, anodisierte Titan-Griffe
  • Mod 42 BLK, 42S BLK – 2002 – Weehawk Klinge, 440C, anodisierte Titan-Griffe
  • Mod 42, 42S – 2003 – Weehawk Klinge 440C, Titan-Griffe, Spring Latch
  • Mod 42 SS – 2003 – Weehawk Klinge, 440C, Edelstahl Griffe, Gewicht: 221 Gramm
  • Mod 43, Bowie Klinge, 440C, Titan-Griffe,Spring Latch
  • Mod. 46, Spear Point Klinge, 440C, Titan-Griffe, Spring Latch
    Mod 47, Tanto Klinge, 440C, Titan-Griffe,Spring Latch
    Mod. 41, Kukri Klinge, 440C, Titan-Griffe,Spring Latch
    Mod. 48, Utility Klinge, 440C, Titan-Griffe,Spring Latc
    Mod. 49, Kris Klinge, 440C, Titan-Griffe,Spring Latch
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Bild 3: Der Variantenreichtum der Modellreihe 4x ist kaum überschaubar

Die Produktion der Modellreihe 4x wurde Ende 2009 eingestellt, letztmalig wird diese Serie im Katalog von 2009 erwähnt. Die Messerszene war sprachlos. Das 42er war über lange Jahre eines der besten serienmäßig hergestellten Balisong der Welt und fest im Markt etabliert. Ende 2008 kosteten Messer der Modellreihe 4x egal ob mit Weehawk, Spear Point, Bowie oder Tanto Klinge 280 Dollar. Unmittelbar nachdem sich das Gerücht um die Einstellung der Serie als wahr erwiesen hatte, schnellten die Preise nach oben. Heute ist ein altes 40er in gutem Zustand unter 500 Dollar nicht zu bekommen, in Bestzustand werden bis zu 750 Dollar gefordert und bezahlt. Modelle mit seltenen Klingenformen, anodisierten Titan Griffen oder „Limited Edtions“ können noch deutlich teurer sein.

Erstaunt vom Echo des Marktes und getrieben vom Unwillen der Messerfans legte Benchmade 2010 und erneut 2011 kleine Sonderserien des Modells 42 auf. Angeblich befanden sich im Lager noch genug Materialien, um weitere Messer der Serie 4x zu bauen. Ob die alten Maschinen und/oder Produktionseinrichtungen nach 2009 noch existierten, kann bezweifelt werden. Die Qualität der Messer aus beiden Sonderserien reicht an das hohe Niveau der ersten Serie nicht heran und viele Kunden reagierten mit harscher Kritik. Die Oberfläche der Titangriffe ist bei den neuen Auflagen deutlich rauer und auch das Handling kommt nicht an die alten Serienmodelle heran. Wer ein 42er kaufen möchte, sollte sich vergewissern, dass es vor 2010 produziert wurde.

morpho2009 stellte Benchmade mit dem Modell 51 einen Nachfolger vor. Im Gegensatz zu anderen Balisong von Benchmade trägt das Messer zusätzlich einen Namen: „Morpho“. Der Name steht für eine Gattung von Schmetterlingen, der 29 Arten angehören (Déjà-vu: 29!).
Morphofalter gehören zur Familie der Edelfalter und kommen in verschiedenen Regionen Mittel- und Südamerikas vor. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist der „Blaue Morphofalter“, dessen leuchtend blaue, metallisch schimmernde Flügeloberseiten ihn zu einer unverwechselbaren Erscheinung machen.

Aus technischer Sicht ist das Morpho durchaus ein Leckerbissen. Die Spear Point Klinge aus D2 Stahl ist 108 mm lang, mit nur 2,5 mm Stärke für ein Balisong relativ dünn. Sie ist auf 61 HRC gehärtet, schneidfreudig und scharf wie ein Skalpell. Die Griffe des Messers sind eine Augenweide: analog zu den blauschwarzen Flügeln des Schmetterlings bestehen sie aus hellblau anodisierten Titan Platinen (engl. Liner) und skelettierten Griffschalen (engl. Scales) aus schwarzen G10. Die Oberflächen der Titan Platinen werden in einem aufwändigen Bearbeitungsverfahren geschliffen, so dass sie besondere Reflektionseigenschaften erhalten. Der Sonnenschliff lässt die Titan-Liner besonders edel wirken.

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Bild 5: Benchmade Modell 51, „Morpho“

Der Trageclip wird aus dem gleichen Titan gefertigt wie die beiden Liner und zeigt den Benchmade Schriftzug ohne Logo. Der Verriegelungshebel kann federunterstützt in eine Art Parkposition gebracht werden, so dass er beim flippen des Messers nicht zwischen die Griffstücke geraten kann. Eine Besonderheit des Morpho ist, das das Latch automatisch öffnet, der Verriegelungshebel also federunterstützt aufschnappt, wenn man die Griffe des verriegelten Messers leicht zusammendrückt. Mit knapp 94 Gramm ist das Morpho eines der leichtesten Balisong dieser Größe auf dem Markt.

Das Benchmade Modell 32 „Mini-Morpho“ ist mit seiner 82 mm Klinge der kleine Bruder des 51ers. Für beide Morphos bietet die kleine Firma Flytanium Griffschalen aus poliertem Titan an. Besitzer Jacob Knudsen hat sich vor einigen Jahren mit der Herstellung von „Tuning parts“ für Benchmade Balisong selbstständig gemacht. Seine Titan Griffschalen sind handwerklich perfekt und verleihen jedem Messer nicht nur eine edle Optik, sondern oft auch eine bessere Balance. Das Gewicht des Morpho steigt bei der Umrüstung auf Flytanium Griffschalen von 94 Gramm auf 125 Gramm.

Bild 6: Benchmade 51 mit Flytanium Scales

Die Baureihe 6x wurde von Benchmade 2012 vorgestellt. Obwohl nicht direkt als Nachfolger der Modellreihe 4x vorgestellt werden sie immer mit ihnen verglichen. Augenfälligster Unterschied zwischen beiden Serien ist das verwendete Griffmaterial, statt aus Titan werden die Griffe der „6er“ aus Edelstahl in Layer Technik gefertigt. Daraus ergibt sich auch der größte Unterschied zur 4x Reihe, nämlich ein deutlich höheres Gewicht. Wiegt ein 42er nur rund 116 Gramm (4,10 oz) bringt das ebenfalls mit einer Weehawk Klinge ausgerüstete 62er mit 6.39 oz stattliche 181 Gramm auf die Waage. Weitere Unterschiede neben Gewicht und Bauform des Griffes sind die etwas kürzere Grifflänge der 6x Serie und eine Abkehr vom Spring Latch.

Kein anderer Parameter beeinflusst das Handling eines Balisong so nachhaltig wie sein Gewicht. Die größere Masse der Messer erfordert nicht nur deutlich höhere Kraft in Fingern und Unterarm, sie führt auch zu tiefen Schnitten in die Finger des Balisong Benutzers, wenn einem „Move“ die perfekte Präzision fehlt. Ein Gewichtsunterschied von 60 Gramm mag vielleicht nicht dramatisch klingen aber in der Praxis macht sich die Differenz extrem bemerkbar. Schwere Balisong hatten schon immer ihre Befürworter und ihre Gegner, es ist eine Art Glaubenskrieg. Wenn sich die Griffe eines 62ers beim flippen schwungvoll schließen, meint man eine Tresortür ins Schloss fallen zu hören. Dafür benötigt der „Manipulator“ deutlich mehr Kraft, um das Messer scheinbar schwerelos und spielerisch um seine Finger kreisen zu lassen. Die Modelle 42 und 62 verhalten sich auf Autos übertragen wie ein sportliches Cabrio zu einem Geländewagen.

Als Klingenstahl wird bei den Messers der 6x Serie der „gute“ alte D2 verwendet. Drei verschiedene Klingenformen befinden sich derzeit im Angebot: BM62 mit Weehawk Klinge, BM43 mit Bowie Klinge und BM67 mit Tanto Klinge. Der Listenpreis (Stand 2016) für ein Messer der 6x Baureihe beträgt stattliche 355 Dollar. Unter der Bezeichnung BM62T wird ein hinsichtlich Größe und Gewicht identisches Trainingsmesser angeboten.


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Spyderco

Einige Hersteller haben großen Erfolg mit ihren Balisong erzielt, andere haben sich an diesem Messertyp versucht und konnten aus ihrem Engagement keine Erfolgsgeschichte machen. Spyderco gehört in diese Gruppe und besitzt eine interessante Historie in Sachen Balisong. Fast zwei Jahrzehnte ließ Spyderco den Markt der Schmetterlingsmesser völlig unbeachtet, während Benchmade und andere Hersteller in diesem Segment Jahr für Jahr respektable Umsätze realisieren konnten. Schließlich überraschte Spyderco in der zweiten Jahreshälfte 2003 die Balisong Szene als das Modell „Spyderfly“ angekündigt wurde. Unter der der SKU „B01“ wurde das Messer im Katalog 2004 vorgestellt.

Spyderco hat in seiner Firmengeschichte mit zahlreichen bekannten Messermachern zusammengearbeitet und auf diese Weise viel externes Know-how in seine Produkte integriert. Das erste Balisong von Spyderco war ein Eigengewächs und entstammt einem Entwurf von Eric Glesser. Im Gegensatz zu seinem Vater besitzt er eine Affinität zu Balisong und ist im Umgang mit diesen Messern nicht ungeschickt.

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Bild 7: Spyderco B01 „Spyderfly“ in der seltenen voll anodisierten Version

Dir Klingen und weitere Einzelteile des Spyderfly wurden in Japan gefertigt und am Firmensitz in Golden, Colorado zusammengebaut. Die Kooperation mit japanischen Zulieferern hatte bei Spyderco schon lange Tradition und viele Messermodelle mit dem Aufdruck „Seki, Japan“ galten als qualitativ hochwertig und wurden von der Kundschaft gut angenommen. Die ersten Chargen des Spyderfly besaßen Klingen aus VG-10 Stahl, spätere Auflagen wurden mit Klingen aus 440C hergestellt. Nicht Optik oder Materialwahl ließen das Messer bei Balisong Enthusiasten durchfallen, sondern seine mäßige Balance. Nur wenige Fans attestierten dem Messer einen guten „Swing“, in der Szene wurde es regelmäßig verrissen. Die mäßige Balance des Messers und die für Spyderco unterdurchschnittliche Verarbeitungsqualität begrenzten den Käuferkreis. Nur eine aufwändig in Handarbeit anodisierte und in Golden, Colorado montierte Kleinserie konnte qualitativ überzeugen. Letztlich blieb dem Messer aber der wirtschaftliche Erfolg versagt.

Unglückliches Marketing war am Misserfolg nicht unbeteiligt. Zunächst war es für potentielle Käufer schwierig, überhaupt eine Order für das „Spyderfly“ zu platzieren und genauso schwierig war es, das bestellte Messer später auch zu erhalten. Nach Auslieferung der Startauflage von rund 1000 Stück kam es in kürzester Zeit zu einer beträchtlichen Zahl von Reklamationen, da einige im Ausland gefertigte Teile den Qualitätsansprüchen der Kunden nicht genügte. Der Import von Balisong-Teilen wurde für Spyderco auch in anderer Hinsicht ein Desaster. Bauteile für Balisong unterliegen in den USA ähnlichen Einfuhrbestimmungen wie Teile für Schusswaffen. Durch Nichtwissen und Formfehler verstrickte sich Spyderco im Dschungel der Einfuhr, Verkaufs- und Exportbestimmungen und wurde vom Zoll (US Customs) mit einer Geldstrafe von 75.000 Dollar belegt. Daraufhin verschob man das Messer vom Hauptkatalog in den S&S-Katalog und bewarb es nicht mehr öffentlich. Die Bezeichnung „S&S“ steht für „Save and Serve“. Produkte dieser Kategorie wenden sich an Polizei und Militärangehörige und werden normalerweise weder an Zivilpersonen verkauft noch exportiert. Nachdem das Spyderfly zwei Jahre im S&S-Katalog nur geringe Aufmerksamkeit erregte und die weltweite Balisong Szene andere Produkte favorisierte, strich Spyderco das Messer 2007 kommentarlos aus dem Angebot.

Im Spyderco Forum wurde das „B01“ seinerzeit unter zahlreichen Aspekten heftig diskutiert. Als ich während der Recherche für diesen Artikel alte Forenthreads und Kommentare von Sal Glesser über das „Spyderfly“ im Spyderco Forum nachlesen wollte, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass alle relevanten Threads nicht mehr archiviert sind, also auf gut Deutsch gesagt: gelöscht wurden.

Parallel zum „Spyderfly“ stellte Spyderco in den Jahren 2005 und 2006 das Modell B03, „Szabofly“ her. Es entstammt der Zusammenarbeit mit dem ungarischen Messerdesigner Laci Szabo, mit dem Spyderco mehrere erfolgreiche Kooperationen durchgeführt hat. Die erste Charge von weniger als 1000 Stück besaß wie das ältere „B01“ eine Klinge aus VG-10 Stahl, wurde anfänglich noch im Kundenkatalog aufgeführt und für 149,95 Dollar verkauft. Die zweite Charge wurde 2008 und 2009 über den S&S-Katalog mit einem saftigen Preisaufschlag für 299,95 Dollar angeboten und besaß eine Klinge aus 154CM Stahl und mattierte Edelstahl Griffe. Das Design von Laci Szabo ist außergewöhnlich und das Messer besitzt einen hohen Wiedererkennungswert.

 

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Bild 8: Spyderco B03 „Szabofly“

Der Verkauf lief dennoch schleppend, beide Szabofly Varianten riefen in der Balisong Szene keine große Begeisterung hervor. Das Nachschärfen der relativ stark gebogenen Schneide benötigt Spezialausrüstung und schreckte viele Messerfreunde ab, die Balance des Szabofly war und ist umstritten. So blieb das Messer mit dem mutigen, avantgardistischen Design ein Mauerblümchen. Nach vier Jahren schien Spyderco vollständig desillusioniert zu sein und nahm das Modell sang-und-klanglos vom Markt. Vielleicht zu früh: heute würden sich viele Sammler gerne ein B01 oder ein Szabofly in ihre Vitrine legen.

Der Vollständigkeit halber sei noch das Modell „B02, Smallfly“ erwähnt, eine geschrumpfte Version des Spyderfly mit drei Zoll Klinge. Die Balisong Szene nannte das „B02“ gerne „Babyfly“, verweigerte den Kauf und das Messer verschwand lautlos und genauso plötzlich wie es gekommen war.

spyderco-bali-yoUm ihre Balisong Modelle bewerben zu können ohne mit den (damals) ziemlich restriktiven Gesetzen in einigen US Bundesstaaten und im Ausland zu kollidieren, stellte Spyderco unter der Bezeichnung „BaliYo“ einen Kugelschreiber in Balisong Form her. Da viele dieser Kugelschreiber als Werbegeschenke abgegeben wurden, bestand die Konstruktion aus billigen Plastik, ließ sich nur mäßig flippen und half dem Marketing daher kaum. Trotzdem hört man von Lästermäulern in der Balisong Szene gelegentlich die boshafte Bemerkung, der „BaliYo“ sei das einzige Balisong, das Spyderco einigermaßen hinbekommen habe…

Heute können alle Spyderco Balisong durchaus für Sammler interessant sein, vor allem komplett anodisierte Exemplare des B01 sind selten und bei Sammlern begehrt. Eine interessante Fußnote am Rande: die einzige Erwähnung des Begriffes „Balisong“ auf der Spyderco Homepage findet sich heute im Glossar, alle anderen Einträge für von Spyderco gefertigte Schmetterlingsmesser sind vollständig gelöscht und tauchen nicht einmal mehr in der Rubrik „discontinued products“ auf.

Microtech Knives

Größeren Erfolg mit Balisong erzielte die 1994 in Vero Beach, Florida gegründete Firma Microtech. Schon vor dem Umzug nach Pennsylvania im Jahr 2005 begann Microtech neben seinen berühmten Foldern und martialischen Kampfmessern die ersten Balisong zu produzieren. Aktuell werden zwei Modelle in verschiedenen Varianten hergestellt. Die Topversion des „Metalmark“, ist eine Konstruktion mit leicht geschwungenen Griffen aus Titan die ursprünglich mit einer Klinge aus Böhler Elmax kombiniert wurden (spätere Seriennummern besitzen eine S35VN Klinge). Gemäß ihrem Leitspruch „die bestmöglichen Messer herzustellen“ fräst Microtech die Griffe in Monocoque-Bauweise aus einem Stück Titan. Die Form der Klinge ist ausgesprochen markant und garantiert dem Messer einen hohen Wiedererkennungswert.

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Bild 9: Das Design des Microtech Tachyon I wurde oft kopiert und beeinflusst das Erscheinungsbild moderner Balisong bis heute

Das zweite Modell von Microtech mit dem Namen „Tachyon“ beruht auf einem Design-Entwurf aus dem Jahr 2000. Optisch ist es konservativer gestaltet als das avantgardistische „Metalmark“ und repräsentiert die typisch amerikanische Formgebung bei modernen Balisong. Eine weiterentwickelte Version erschien 2012 unter dem Namen „Tachyon 2“ und ist ein Exklusivmodell für die Firma „Blade HQ“. Das „Tachyon 2“ gehört mit 11 cm Klingenlänge und gut 25 cm Gesamtlänge nicht eben zu den kleinen Balisong. Aktuell ist das Tachyon III in Produktion. Die Preisspanne reicht von volkstümlichen 300 Dollar bis zu vierstelligen Beträgen je nach Ausführung und Anteil von Handarbeit.

Am oberen Ende der Preisskala rangiert das Sondermodell „Marfione Custom Metalmark Damascus“. Edelste Materialien werden bei diesem Messer kombiniert, die anodisierten Titan-Griffe umschließen eine Klinge aus Damast von Devin Thomas. Alle Klingen werden von Anthony Marfione in reiner Handarbeit gefertigt was neben Qualität auch Wertbeständigkeit garantiert. Für so viel Exklusivität muss der Messerfan allerdings mehr als 2.000 Euro auf den Ladentisch legen.

Blade Runners Systems

Eine sehr interessante kleine Firma im Balisong Markt ist die erst Ende 2012 von Edward Anthonis gegründete Firma BRS. Das Kürzel steht für „Blade Runners Systems“, ein feinsinniges Wortspiel mit Bezug auf den Film „Blade Runner“ in den 1980er Jahren. BRS wurde von Balisong Enthusiasten gegründet, also Menschen, die den Umgang mit diesem Messer als Kunst und persönliche Herausforderung betrachten. Die Zielsetzung von BRS ist knapp aber deutlich: „angetrieben vom Input der Balisong Profis die bestmöglichen Messer zu produzieren“. Mit diesem Anspruch hat sich die junge Firma die Latte ordentlich hoch gelegt, den sie treten in einem hart umkämpften Markt gegen erfahrende und sehr erfolgreiche Konkurrenten an.

Passion sells! Schon das erste Modell aus Belfast im US-Bundesstaat Maine mit dem Namen „Alpha Beast“ schlug in der kleinen Balisong Welt ein wie eine Bombe. Nicht dass BRS das Rad neu erfunden hätte, weder neue Materialien noch ungewöhnliches Design kennzeichnen die „Bestie“. Die Werte dieses Messers sind neben guten Materialien und hervorragender Verarbeitung von allem perfekte Balance und gutes Handling. Eben ein Balisong für Sportler und Fans. Die Messerwelt nahm das „Alpha Beast“ sehr positiv auf und es sprang in der Hitliste der Hightech Schmetterlinge aus dem Nichts aufs Podest. Trotz des Preises von 370 Dollar ist es permanent ausverkauft und viele Balisong Liebhaber führen es weit vorn in ihren persönlichen Hitlisten.

Bild 10: Alpha Beast von Blade Runner Systems

Bild 10: Alpha Beast von Blade Runner Systems

Kurze Zeit nach dem Erscheinen des „Alpha Beast“ – Szene-Slang: BRSAB – wurde das Balisong noch einmal überarbeitet und verbessert. Die Kanten des BRSAB 2.0 sind etwas handfreundlicher gerundet, alle sind Schrauben eingeklebt, die Achsschraube wurde verstärkt und die Fertigungstoleranzen konnten noch einmal verringert werden. Mit einer Klingenlänge von 4.5 Zoll (11,4 cm), einer Gesamtlänge von 9.875 Zoll (24,9 cm) und einem Gewicht von rund 145 Gramm bewegen sich die Rahmendaten des „Alpha Beast“ im Mittelfeld. Die Griffe bestehen aus massiven Titan und werden als „layer-type-handles“ mittels Schrauben und Spacern zusammengesetzt. Die Klinge wird aus dem altbekannten 154CM Stahl gefertigt, in meinen Augen das einzige Manko dieses Messers. Ein pulvermetallurgischer Stahl oder SB1 würden deutlich besser zu diesem Messer passen.

2014 stellte BRS sein zweites Modell mit dem Namen „Replicant“ vor. Es besitzt eine „American Tanto Klinge, ein Design, das auf der klassischen Tanto Klinge beruht und Elemente einer Clip Point Klinge besitzt. Wie bei dem sehr erfolgreichen Benchmade „Morpho“ bestehen die Griffe aus Titan-Linern mit G-10 oder Carbon Auflagen. Die etwas schlichtere Materialwahl führt zu einem Verkaufspreis von 270 Dollar und platziert das „Replicant“ in der Einstiegsklasse hochwertiger Balisong.

Bradley Cutlery

Messer mit dem Emblem von Bradley Cutlery sind häufig in amerikanischen Messerläden zu finden. Bradley bedient eher das mittlere Preissegment. „Mayhem“ und „Kimura“ heißen die beiden aktuellen Modelle von Bradley, die hauptsächlich über die großen Internet Händler verkauft werden. Bradley nennt sich zwar „Cutlery“ fertig aber seine Messer nicht selbst. Das „Mayhem“ wird in Auftragsarbeit bei Benchmade hergestellt und ist qualitativ kein schlechtes Messer. Allerdings spricht kaum etwas dagegen, statt eines Bradley nicht gleich das Original zu erwerben. Das Modell „Kimura“ wird von Kershaw Knives hergestellt, man muss also davon ausgehen, dass wesentliche oder alle Teile des Messers aus chinesischer Produktion stammen.

Andere Hersteller in den USA

Natürlich ist die Zahl der Anbieter von Butterflymessern in den USA erheblich größer und – was für viele Messerfreunde in der EU erstaunlich ist – der Markt wächst ständig. Neu gegründete Firmen und etablierte Hersteller ohne Balisong Tradition wenden sich diesem Marktsegment zu. Ein Beispiel ist der kalifornische Hersteller Pro-Tech Knives. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde die Firma gegründet und machte sich in den folgenden Jahren vor allem durch Einhand- und Springmesser einen Namen in der Messerszene. Schon nach wenigen Jahren konnte Pro-Tech, vor allem durch geschicktes Marketing, Zulieferer für Militär und Behörden werden und sich einen Platz am Tisch der großen Hersteller sichern. Schmetterlingsmesser gehörten nie zur Modellpalette der Firma aber 2012 kündigte Pro-Tech die Markteinführung ihres ersten Balisong an. Das Messer trägt den Namen „FlyFather“, was eine Anspielung auf das Topmodell „Godfather“ ist. Optisch schlicht aber schick spricht das Flyfather durch sein modernes Design breite Käuferschichten an. Zunächst erschien eine limitierte Auflage des Messer mit 154CM Klinge und gefrästen Titan-Griffen zum Preis von 700 Dollar. Die Erstauflage wurde ausschließlich über BladeHQ angeboten und war innerhalb weniger Tage ausverkauft.

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Bild 11: In Europa sind die Balisong von 29 Knives extrem selten zu finden

Eine gute Adresse für Balisong ist „29 Knives“. Der Bezug auf die Zahl 29 spiegelt die Bezeichnung „veintineuve“ für die Schmetterlingsmesser wieder. Firmengründer Chris Olofson hat die Balisong Philosophie, alte und neue Werte mit modernen Materialien und Bearbeitungstechniken in Einklang zu bringen. Die Messer von 29 Knives besitzen immer eine klassische Formgebung mit runden oder ovalen Monochoque Griffen, die immer aus modernen und sehr hochwertigen Materialien hergestellt werden. Edelstahl, Titan, Carbon und farbiges G-10 sind typische Griffmaterialien bei 29 Knives, die sehr oft mit Klingen aus ATS-34 kombiniert werden. Kaum ein anderer Hersteller von Balisong hat so viele unterschiedliche Klingenformen im Angebot wie 29 Knives. Neben Cutlass, Kris, Weehawk und der seltenen Hawkbill Klinge findet man zahlreiche Variationen der Tanto Klinge. Messer von „29 Knives“ bewegen sich im oberen dreistelligen Dollar Bereich und haben einen gewaltigen Nachteil: sie sind kaum aufzutreiben. Wann immer ein Händler ein Messer dieser Firma in seinem Onlineshop anbietet, ist es auch schon verkauft. Der Firmenname von 29 Knives könnte auch „Out of Stock“ lauten.

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Bild 12: Custom von Darrel Ralph. Genauso teuer wie es aussieht…

Wer gerne etwas mehr Geld für ein Balisong ausgeben möchte, kann bei einer Reihe namhafter Edelschmieden fündig werden. Darrel Ralph stellt Custom und Semi-Custom Balisong her, die sich durch exquisite Materialien und häufig auch durch aufwändige Verzierungen auszeichnen. Das Kürzel „DDR“ auf den Klingen von Darrel Ralph ist für deutsche Ohren etwas verwirrend, steht aber in keinem Zusammenhang mit Hammer und Sichel, sondern ist eine Abkürzung für den Firmennamen Design Darrel Ralph.

Viele Klingen fertigt der Texaner aus handverlesenem Damast. Die perfekten Maserungen der Damastklingen von Darrel Ralph sind legendär, die Qualität seiner Messer ebenfalls. Der Einstieg von Darrel Ralph in den Balisong Markt erfolgte vor einigen Jahren, als in in einer „Gemini“ genannten Kooperation mit Chuck Gollnick eine kleine Auflage handgefertigter Customs produzierte. Viele Messer von Darrel Ralph sind Einzelstücke oder werden sogar speziell nach Kundenwunsch hergestellt. Die Preise für Messer aus Kleinserien beginnen bei knapp unter 1000 Dollar, danach geht es steil nach oben. In der gleichen Preisklasse ist der Knifemaker Jim Burke unterwegs, dessen Customs durch eine gelungenen Symbiose von Form und Funktion überzeugen.

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Bild 13: Messer von Jerry Hom sind für höchste Qualität und farbenfrohes Design bekannt.

Fans von edlen Balisong werden auch bei Jerry Hom fündig. Längst fertigt der Firmengründer statt Customs ein halbes Dutzend Modelle als hochwertige Midtech Messer. Die Firma „HOM Design“ ist nicht nur für die Qualität ihrer Produkte, sondern auch für die in knalligen Farben anodisierten Griffe bekannt. Der Nutzwert der Balisong aus dem Hause HOM ist hoch, da sie aus exzellenten Materialien gefertigt werden und perfekt verarbeitet sind. Handling und Balance liegen bei Jerry Hom auf höchstem Niveau.

Preiswerter lassen sich Balisong von der Firma „Bear“ erwerben. Gelegentlich tauchen sie unter der Handelsmarke „BearOps“ auf. Die Messer sind durchweg im unteren Preissegment angesiedelt, bieten aber ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis. Bear ist außerdem für eine ganze Reihe brauchbarer Trainingsmesser bekannt.


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Hersteller in Deutschland

Bis zum Verbot 2003 wurden auch in Deutschland Schmetterlingsmesser hergestellt. Die Produktion war allerdings im Gegensatz zu den USA nicht auf hochwertige Kleinserien oder Semi-Customs, sondern auf den preiswerten Massenmarkt ausgerichtet. Vor allem die Firma Haller Stahlwaren hatte viele Balisong Modelle im Angebot, deren Form sich an klassischen philippinischen Messern orientierte. Ende der 1980er Jahre langen die Preise für Messer aus deutscher Produktion zumeist zwischen 30 und 40 D-Mark. Hallers Topmodell der damaligen Zeit war ein großes, militärisch gestyltes Butterflymesser mit der Artikelnummer 41.775 zum Preis von 46,95 DM.

Die wenigsten Messer haben die Zeiten überdauert und alte Balisong von Haller Stahlwaren sind schwer zu finden. Rund um die Messermetropole Solingen produzierten viele Firmen Schmetterlingsmesser im unteren Preissegment, der bekannteste Name ist die heute noch aktive Firma C. Jul. Herbertz GmbH. Viele kleine Firmen, unter anderem in Solingen, produzierten seinerzeit preisgünstige Butterflymesser. So wie die Firmen und ihre Messer sind auch die Erinnerungen an sie verschwunden. Ein Beispiel ist der kleine Stahlwarenhersteller Gustav Branner aus Konstanz am Bodensee. Damals als Manufaktur geführt wurden dort neben anderen Schneidwerkzeugen auch viele Jahre lang brauchbare Balisong produziert.


<–  Teil 1 – Das kleine Balisong Kompendium — Teil 3 folgt am 19.10.16 –>


Alle genannten Marken, Warenzeichen, Logos und Namen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Bildnachweis:
Bilder 1 und 12 sind Eigentum von Darrel Ralph
Bild 2 ist Eigentum von Benchmade.
Bild 10 ist Eigentum von BRS.

Bild 13 ist Eigentum von Jerry Hom.
Einige Bilder wurden von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.
Alle anderen in diesem Artikel abgebildeten Fotos und Grafiken sind Public Domain oder Eigentum des Autors.

One thought on “Das kleine Balisong Kompendium, Teil 2

  1. Pingback: Das kleine Balisong Kompendium, Teil 1 | Knife-Blog

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