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Maxpedition Fatboy Versipack Review

Messerfans, Angler, Jäger und Outdoor-Sportler haben ein gemeinsames Problem: wohin mit den unverzichtbaren großen und kleinen Ausrüstungsgegenständen? Von der Taschenlampe über die Powerbank, vom Diamantschleifstein über Brieftasche, Geldbeutel, Firestarter und einem kleinen Fixed – alles muss mit. Als Alternative zu Jackentaschen, die fast bis auf den Boden hängen, bietet sich eine solide Multifunktionstasche an, zum Beispiel ein Maxpedition Fatboy Versipack.

Gürteltaschen haben ihre optischen und praktischen Einschränkungen und der ausgewachsene Rucksack ist im Alltag und bei kleineren Unternehmungen häufig ein Overkill. Größenmäßig dazwischen liegt die Umhängetasche Maxpedition Fatboy Versipack des bekannten amerikanischen Herstellers. Die Geschichte von Maxpedition ist schnell erzählt; sie stellt eine schöne Variante des Klischees vom „Amerikanischen Traum“ dar. Im Jahr 2003 gründete Tim Tang eine kleine Manufaktur. In der elterlichen Garage stellte er eine Handvoll spezielle Produkte aus Nylon nach US Mil-Norm für Militär- und Einsatzkräfte her.

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Von Anfang an lag das Augenmerk des heutigen CEO Tim Tang auf hoher Material- und Verarbeitungsqualität, wodurch Maxpedition in knapp zehn Jahren weltweit zu einem der bekanntesten Hersteller von Taschen und Rucksäcken für Outdoor-Aktivitäten wachsen konnte. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 120 Mitarbeiter am Firmensitz in Los Angeles sowie in Niederlassungen in Taiwan, Japan und Europa. Mittlerweile ist das Angebot von Maxpedition bei Taschen und Rucksäcken so gestiegen, dass es schwer ist, den Überblick zu behalten. Der Fatboy Versipack ist ein eine kreative Mischung aus Tasche, Rucksack und Gürteltasche.

Abmessungen und Aufbau

Interessant ist die Trageweise quasi quer zum Körper. Ein breiter Gurt über der einen Schulter lässt den Fatboy in Höhe der gegenüberliegenden Hüfte baumeln. Dadurch rutscht der Fatboy nicht ab, wie es bei über der Schulter getragenen Taschen häufig passiert. Der fünf Zentimeter breite Gurt liegt mit einem üppig dimensionierten Polster auf der Schulter, so dass auch ein schwer beladener Fatboy mit akzeptabler Tragequalität aufwarten kann. Der Gurt ist in der Länge verstellbar, wobei die Spanne von etwa 70 Zentimeter bis zu maximal circa 120 Zentimeter reicht. Diese Länge genügt auch für einen kräftigen Zweimetermann. Interessanterweise unterscheidet sich die Gurtlänge zweier willkürlich ausgesuchter Fatboy Versipack um gut sechs Zentimeter, so dass keine genaue Angabe der Gurtlänge möglich ist. An der vorderen Seite lässt sich der Gurt mittels eines Clips aushaken, an der hinteren Aufnahme ist er fest vernäht.

Das Hauptfach des Fatboy Versipack misst etwa 16 x 8 Zentimeter bei einer Tiefe von rund 20 Zentimetern und kann durch einen Kordelzug wasserdicht verschlossen werden. Wer den Kordelzug samt Abdeckung nicht benötigt, kann ihn nach innen klappen. Vor dem Hauptfach befindet sich ein mittels Reißverschluss zu öffnendes Dokumentenfach sowie eine flache Einstecktasche. Letztere kann zum Beispiel ein Smartphone aufnehmen. Hauptfach und Dokumentenfach werden durch eine stabile Abdeckung gesichert, die mittels eines längenverstellbaren Gurtes verschlossen werden kann.

Bild 2: an den Außenflächen stehen zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für Ausrüstung und Tools zur Verfügung

Links und rechts des Hauptfachs befinden sich zwei Seitentaschen. Eine ist als Handytasche mit weit überlappendem Klettverschluss ausgeführt, die andere ist ein Staufach mit Reißverschluss. Ein Smartphone findet aufgrund seiner Breite in der Handytasche allerdings keinen Platz, dafür eignet sich dieses Fach hervorragend zur Unterbringung einer Taschenlampe. Das gegenüberliegende Staufach besitzt an seiner Vorderseite mehrere festvernähte Nylonstraps, an denen man kleine Ausrüstungsgegenstände aber auch einen kleinen Folder gut befestigen kann.

Am Gurtansatz befindet sich ein weiteres Staufach, das mittels eines Clips verschlossen werden kann. Mit 10 Zentimeter Tiefe und einem Durchmesser von rund drei Zentimetern kann diese Fach kleinere Ausrüstungsgegenstände aufnehmen, die man schnell zur Hand haben möchte. Am anderen Gurtansatz ist ein kleiner Karabinerhaken angebracht, der als Schlüsselhalter oder zur Sicherung von Ausrüstung mittels einer Sicherheitsleine dienen kann. Hinter dem Hauptfach befindet sich eine durch Reißverschluss gesicherte, flache Einstecktasche, die sich als Aufbewahrungsort für Geldscheine aber auch für Kartenmaterial eignet. Dieses Fach ist innen komplett als Klettfläche ausgeführt, an der sich eine optional erhältliche Aufnahme für zwei Pistolenmagazine befestigen lässt.

Als weitere Befestigungsmöglichkeiten an der Außenseite des Fatboy Versipack sind zwei Schlaufen für Stifte und zwei weitere flache Nylonschlaufen vorhanden.

Auf der Abdeckung des Hauptfachs befindet sich unter einer Klettfläche für die unverzichtbaren Patches ein weiteres, mit einem Reißverschluss gesichertes, flaches Fach. Die Unterbringungsmöglichkeiten, die der Fatboy Versipack für Ausrüstung aller Art bietet, sind ausgesprochen vielfältig. Das Einsatzspektrum dieses „Taschensystems“ ist weit gesteckt; es eignet sich für Angler, Jäger, Sportschützen, Wanderer, Sicherheitskräfte, Militärpersonal und leistet darüber hinaus bei vielen Outdoor-Aktivitäten gute Dienste.

Qualität und Verarbeitung

Für das Review standen zwei fabrikneue Fatboy Versipack zur Verfügung. Der Hersteller war nicht über die Verwendung für ein Review informiert. Beide sind gleichermaßen sauber verarbeitet. Exemplarstreuung ist ebenso wenig feststellbar wie Fehler im Zuschnitt, lose Fäden an den Nähten oder funktionale Einschränkungen.

Alle Elemente sind passgenau, die Verarbeitung ist bemerkenswert präzise. Das Obermaterial ist ein stabiles, imprägniertes Nylongewebe, das anfänglich sehr steif und fast widerspenstig erscheint. Der Fatboy braucht einige Wochen und den einen oder anderen Regenguss, bis sich eine gewisse Geschmeidigkeit einstellt.

Varianten

Die in Deutschland übliche Diskriminierung von Linkshändern ist in den USA verpönt, daher wundert es nicht, dass es den Maxpedition Fatboy Versipack auch in einer spiegelverkehrten Version („S-Type“) für Linkshänder gibt. Allerdings lassen sich sowohl die Rechtshänder- als auch die Linkshänderversion uneingeschränkt beidseitig tragen, so dass letztlich nur die Präferenz des Käufers für eine bestimme Anordnung der Taschen über die Wahl entscheidet. Trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen beiden Versionen, denn beim Linkshänder Modell fehlt die obere Tasche am Gurt. Warum Linkshänder diese Tasche nicht brauchen, bleibt ein Geheimnis von Maxpedition.

Der Maxpedition Fatboy in der Praxis

Der Fattie begleitet mich seit rund drei Monaten im Alltag und bei allen Aktivitäten. Da ich es hasse, mir sämtliche Jacken- und Hosentaschen vollzustopfen ist der Fatboy die perfekte Lösung. Egal ob bei der Arbeit, beim Hundespaziergang, beim Schießen oder auf Reisen, ich habe meinen Grundstock an „Needs & Gadgets“ immer wohlgeordnet dabei. Bei allen Aktivitäten hat sich der Fatboy bewährt und sich als wirklich universelle Tasche erwiesen.

Der Tragekomfort ist hoch, durch den quer liegenden Gurt wird der Fatboy merklich stabilisiert. Bei Wanderungen findet in der „Magazintasche“ ein großes Outdoor-Messer Platz, auf dem Schießstand lassen sich dort mehrere einreihige Magazine bequem nebeneinander unterbringen.

Bild 4: Der Fatboy Versipack nimmt neben der Grundausstattung an Messern auch zahlreiche Ausrüstung vom Kugelschreiber bis zur Powerbank auf.

Maxpedition Fatboy – Preis-Leistungs-Verhältnis

Produkte von Maxpedition haben ihren Preis und der Fatboy Versipack macht in diesem Punkt keine Ausnahme. Dem Preis von rund 93 Dollar in den USA steht Ende 2016 in Deutschland ein Preis von etwa 125,- Euro gegenüber. Für eine „Tragetasche“ ist das definitiv kein Pappenstiel aber aufgrund der Qualität, des durchdachten Konzeptes und der Vielseitigkeit geht der Preis in Ordnung. Der Fatboy verspricht ein langlebiges Produkt zu sein, was den Anschaffungspreis ebenfalls relativiert.

Fazit

Mängel oder Schwächen hat der fette Fatboy bisher nicht offenbart. Er ist praktisch, stabil und nimmt mehr Equipment auf, als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Der Tragekomfort kommt nicht an einen guten Rucksack heran, übertrifft jedoch jede herkömmliche Tasche bei weitem. Wer gerne einen Grundstock an Ausrüstung mitführt und viel Zeit mit Outdoor-Aktivitäten verbringt, macht mit dem Maxpedition Fatboy Versipack nichts verkehrt!

Links

Bezugsquelle: Modi’s Knives & Gear (Maxpedition Shop)


Alle genannten Marken, Warenzeichen, Logos und Namen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Bildnachweis:

Das Artikelfotos und Bild 4 sind Eigentum von Maxpedition (Pressefoto)
Alle anderen Bilder und Grafiken sind Eigentum des Autors.

 

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