Sandrin Torino- Review und Praxistest
Sandrin-Torino-71HRC-G10 mit Recoil Lock

Sandrin Torino – Taschenmesser mit Recoil Lock und 71 HRC Klingenhärte

Ein Arbeitsmesser. Ein Hardcore-EDC, das nichts krumm nimmt, immer funktioniert und seine Schärfe lange hält. Ein Taschenmesser, auf das man sich verlassen kann. Heute, morgen, übermorgen, immer. Natürlich alltagstauglich, unbedingt zuverlässig und völlig unbeeindruckt von grober Behandlung. Gibt es das? Sandrin Knives hat exakt diese Spezifikation in den Anforderungskatalog für ihr neues Taschenmesser Sandrin Torino geschrieben. Praxistest und Review werden zeigen, ob der Plan aufgegangen ist und ob das Messer seine zahlreichen Versprechen einlösen kann.

Inhalt und Übersicht

Ein Taschenmesser für alle Aufgaben im Alltag muss einiges abkönnen. EDC (Every Day Carry) heißen solche Messer in der Szene. Das englische Akronym lässt sich am besten mit dem deutschen Begriff „Alltagsmesser“ übersetzen, der allerdings nicht halb so spannend klingt wie das kryptische Kürzel aus der amerikanischen Umgangssprache.

EDC. Every Day Carry. Der Name sagt es. Das ist ein Messer, das einen von morgens bis abends begleitet und das für die Brotzeit ebenso nützlich ist wie bei der Arbeit. Ebenso im Garten, im Haus oder beim Fischen.

Also ein Taschenmesser für jedermann, das – von Spezialaufgaben einmal abgesehen – alles kann und eine halbe Ewigkeit halten soll. Soweit die Theorie.

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Die Überschrift lässt es schon vermuten. Hier kommt kein Messer mit brachialer sechs Millimeter Klinge und einem aus dem Vollen geschnitzten Liner Lock. Tatsächlich ist das Sandrin Torino hinter der G-10 Fassade ein filigranes Taschenmesser, bringt aber einige technische Leckereien mit. Das Recoil Lock (Inspired by Snecx) ist mit an Bord. Dieses neue Verriegelungssystem hat Knife-Blog bereits anhand zweier Prototypen vor einigen Monaten ausführlich vorgestellt.

Die Klinge des Sandrin Taschenmessers stößt mit 71 HRC in eine Region vor, die jenseits des Messbereichs der meisten Härteprüfgeräte liegt. Bringt eine Klinge aus einem so harten Material im Alltag tatsächlich Vorteile oder handelt es sich bei dem gewaltigen Härtewert nur um ein technisches Gimmick, einen geschönten Fabelwert oder gar um einen Marketingtrick?

Sandrin Torino

Die Klinge des Sandrin Torino besteht aus Wolframcarbid und bringt es nachweislich auf die beachtliche Härte von 71 HRC (Rockwell C). Dieser Wert liegt weit oberhalb der üblichen Härtewerte von Messerstählen, egal ob es sich um Schmiedestähle oder pulvermetallurgische Klingenstähle handelt. Für beide Stahlfamilien sind Werte um 60 HRC üblich. Härtet man die Stähle auf höhere Werte, nehmen Zähigkeit und Bruchfestigkeit spürbar ab. Nur der schwer beherrschbare Maxamet, eine Handvoll seltener Spezialstähle und der uralte Werkzeugstahl D2 lassen sich für Taschenmesserklingen auf Werte zwischen 64 und 67 HRC härten.

Sandrin Torino - Front, open
Sandrin Torino, Arbeitsmesser von Sandrin Knives aus Italien

Reden wir also über das Klingenmaterial. Von Stahl im herkömmlichen Sinn kann man ebenso wenig sprechen wie von Keramik. Wolframcarbid ist gleichzeitig beides und auch wieder nichts davon. Es stammt aus der Hexenküche moderner Verfahrenstechnik und seine Herstellung ist ungleich komplizierter als das Legieren und Schmieden von Stahl. Ein Gemisch aus Wolframcarbidpulver und Kohlenstoff wird mit einer Handvoll geheimer Ingredienzien bei Temperaturen zwischen 1400 und 2000 °C gesintert, um eine sehr feine und dennoch hochfeste Molekülstruktur zu erzeugen. Das fertige Produkt sieht aus wie Stahl, lässt sich problemlos auf Hochglanz polieren und besitzt ein sehr gleichmäßiges, ungemein feines Gefüge.

Knife-Blog hatte das Glück, einen frühen Prototypen dieses Messers in die Hände zu bekommen und konnte es einige Monate lang im Alltag erproben. Inzwischen hat das Sandrin Torino Marktreife erlangt, und obwohl sich die Griffe beider Modelle optisch deutlich unterscheiden, besitzen sie identische Klingen. Dabei bezieht sich die Formulierung „identisch“ auf Form, Größe und Material der Klinge, unterschiedlich ist hingegen das Finish des Sandrin Torino. Am Finish der Klinge werden sich die Geister scheiden. Garantiert! Doch dazu später mehr.

Langzeittest für die Klinge

Während der praktischen Erprobung hat Knife-Blog dem Sandrin Torino Prototypen einige Monate lang alle erdenklichen Alltagsaufgaben aufgeladen und das Sandrin Torino selbst für Schneidearbeiten verwendet, die man einem Messer dieser Größe normalerweise nicht zumutet. Mildes Batoning und Schnitzereien an Hartholz eingeschlossen. Dabei hat sich die gerade einmal 1,3 Millimeter starke Klinge als überaus schnitthaltig erwiesen.

Sandrin Torino Serienmesser und Prototyp
Sandrin Torino – Unten der handgefertigte Prototyp, oben das Messer aus der aktuellen Produktion

Selbst nach Monaten täglichen Gebrauchs ist die Schneide des Sandrin Torino giftig scharf. Bisher wurde die Klinge nur einmal auf einem Rubinstab abgezogen. Von der Notwendigkeit des Nachschärfens ist dieses Messer noch meilenweit entfernt. Sollte es eines Tages unausweichlich werden, die Klinge zu schärfen, ist man auf Diamant-Schleifsteine hoher Qualität angewiesen. Mit Wassersteinen oder Keramikstäben ist die Klinge des Sandrin Torino nicht zu beeindrucken.

Klingenstärke 1,3 Millimeter. Das entspricht dem Kaliber italienischer Spaghetti und klingt erst mal nicht nach der Spezifikation für ein robustes Arbeitsmesser. Manch Messerfan mag befürchten, dass die Klingen im harten Einsatz wie Spaghetti brechen könnten, doch bisher ist nichts passiert. Obwohl die Klinge des Sandrin Torino beim Schneiden stabiler Kartons und beim Schnitzen verkantet wurde, obwohl sie mit Schlägen durch Hartholz getrieben wurde und obwohl ich vor dem Test sicher war, dass die Klinge im EDC-Alltag nicht lange leben würde.

Natürlich ist eine Klinge aus Wolframcarbid nicht unzerstörbar. Wer es mit roher Gewalt darauf anlegt, wird sie – wie jede andere Messerklinge – schlussendlich auch beschädigen oder zerstören können. Doch mit den Alltagsanforderungen an ein EDC ist die Klinge des Sandrin Torino nicht zu beeindrucken.

Haptisch und optisch ein Arbeitsmesser

Dass das Sandrin Torino als Arbeitsmesser und nicht für die Vitrine oder zum Vorzeigen auf post-pandemischen Messertreffen gedacht ist, habe ich schon im ersten Absatz des Artikels thematisiert. Diesen Grundgedanken setzt der Hersteller mit ungewohnter Kompromisslosigkeit um und versieht die Klinge des Taschenmessers ab Werk mit einem „Used Look“.

In der für ein Arbeitsmesser unerwartet noblen Presentation Box sehen Griff und Klinge noch so aus, wie man es bei einem nagelneuen Messer erwartet.

Sandrin Torino mit Box

Sandrin Torino – Technische Daten

  • Klingenlänge: 75 mm
  • Klingenstärke: 1,3 mm
  • Klingenmaterial: Wolframcarbid, 71 HRC
  • Klingenform: Customized Insingo
  • Schleifwinkel: 36° Grad / 18° Grad
  • Gesamtlänge offen: 175 mm
  • Gesamtlänge geschl.: 102 mm
  • Griffmaterial: G-10
  • Gewicht: 65 Gramm
  • Zubehör: Presentbox, Poliertuch

Öffnet man hingegen die Klinge, springen sofort unzählige Kratzer auf der Klingenoberfläche ins Auge. Das Messer sieht aus, als wäre es bereits ein Jahrzehnt bei einem Berserker in Gebrauch gewesen. Spontan, aber unberechtigt verdächtige ich den Lieferanten, mir statt eines nagelneuen Messers ein abgeranztes Testobjekt unterjubeln zu wollen.

Die in sämtliche Himmelsrichtungen verlaufenden Kratzer sind gewollt, werden maschinell aufgebracht und erzeugen den glaubwürdigen Eindruck eines lange in Gebrauch befindlichen Arbeitsmessers. Da die Klinge ohnehin mit Kratzern übersät ist, wird kein Messerkäufer versuchen, die neuwertige Unbeflecktheit seines Messers erhalten zu wollen. Die Hemmschwelle, dieses Messer im Alltag hart ranzunehmen, ist damit nahe null.

Das Klingen-Finish trägt den Namen „Angel Hair“, also Engelshaar. Modell könnte ein Engelchen aus der himmlischen Punk-Szene gestanden haben. Oder Oma Kasulkes Zwergpudel. Vielleicht auch alle drei gemeinsam. Das „Angel Hair“ lässt sich wohl nur mit einer generösen Portion „Angel Dust“ als solches erkennen, aber da in der Knife-Blog Redaktion keine verbotenen Substanzen konsumiert werden, muss ich den letzten Beweis für diese These schuldig bleiben.

Sandrin Torino - Klingen-Finish

Der Used Look namens „Angel Hair“ Finish
ähnelt eher dem Kinderschreck Struwwelpeter als einer Engelsgestalt.

Der Wunsch nach einem gebrauchten Äußeren ist auf jeden Fall erfüllt!

Die gute Nachricht lautet: Der Used Look umfasst nicht die Schneide selbst. Die ist nicht nur unverkratzt, sondern präzise angeschliffen und die Schneidkanten sind sogar poliert. Auf den ersten Blick mag der Anschliff des Sandrin Torino wie ein Scandi-Grind wirken, in Wirklichkeit ist es jedoch ein konventioneller Anschliff, der gegenüber dem Klingenblatt zweifach abgesetzt ist. An den 3,6 Millimeter hohen Flachschliff schließt sich die winklig abgesetzte Schneide an.

Der Griffschalen des Sandrin Torino bestehen aus 3-D gefrästem G-10 und zur Auswahl stehen die Farben Rot, Rot und Rot. Die Signalfarbe ist – Vorsicht Kanzlerinnensprech – „alternativlos“ und soll das Auffinden des Messers im Wald, beim Wandern oder bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtern.

Auffällig ist die tiefe Ausfräsung der Griffschalen, die volle zwei Millimeter beträgt. Dadurch finden die Finger viel Halt und auch mit nassen Händen lässt sich der G-10 Griff sicher halten. Prädikat: praxistauglich und bequemer als es aussieht!

Eine der angekündigten technischen Leckereien ist der Taschenclip, auch wenn er zunächst völlig unspektakulär wirkt. Der Clip besteht aus schwarz anodisiertem Titan und wird aus einem Block Vollmaterial gefräst. Nur dadurch lässt sich gewünschte Vorspannung erzeugen, ohne dass der Clip im Alltag bricht. Die fünf Bohrungen im Clip, wobei eine Bohrung Zugang zu einer Griffschraube gewährt, entsprechen in Größe und Abstand zueinander der Fibonacci-Folge. Diese Darstellung einer mathematischen Zahlenreihe findet sich an allen Messern von Sandrin Knives und taucht sowohl im Logo der Firma wie auch als gestalterisches Element auf.

Das Recoil Lock in der Praxis

Das Sandrin Torino ist das erste Serienmesser, das mit dem neuen Recoil Lock ausgestattet ist. Korrekterweise heißt das Verriegelungssystem „Recoil Lock insprired by Snecx“. Technik, Entwicklungsgeschichte und Hintergründe zur Namensgebung hat Knife-Blog in einem speziellen Artikel bereits ausführlich erklärt (Recoil Lock – Klingenverriegelung für Taschenmesser).

Das Recoil Lock wirkt auf den ersten Blick filigran und anfänglich bestand die Befürchtung, es könnte bei Krafteinwirkung versagen. Tatsächlich hat sich das Recoil Lock aber bereits bei den Prototypen als standhaft und widerstandsfähig erwiesen. Dieser Eindruck bestätigt sich auch beim Sandrin Torino und über die Monate ist das Vertrauen in das neue Verriegelungssystem kontinuierlich gewachsen.

Funktional besitzt das Recoil Lock Ähnlichkeiten mit dem Axis Lock, ohne mit der Omega-Feder dessen bekannte Schwäche zu übernehmen.

Verriegelt wird die Klinge durch eine Metallzunge, an deren klingenseitigem Ende ein Sporn in eine Aussparung zwischen Klingenwurzel und einem Bolzen gleitet.

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Zum Entriegeln wird die Metallzunge, die auf dem Griffrücken zwei Millimeter herausragt, mit einem Finger nach hinten gezogen. Die Bedienung des Recoil Lock ist problemlos, benötigt keinerlei Kraft und die Metallzunge lässt sich mindestens ebenso gut greifen wie die seitlich aus dem Griff ragenden Bolzen eines Axis Locks.

Das Recoil lock besteht nur aus wenigen Komponenten, die müssen aber so präzise angepasst werden, dass Montage und Justage des Messers geschultes Handwerk erfordern. Maschinell geht es nicht. Tatsächlich wird jedes Sandrin Torino nicht arbeitsteilig, sondern von einer einzigen Person komplett montiert und justiert. Gegenüber einer Fertigungsstraße ist die Einzelmontage zeitintensiver und kostenaufwendiger.

Mit ein wenig Übung geht das Öffnen und Schließen des Messers spielerisch und rasend schnell von Hand. Zieht man beim geschlossenen Messer die Metallzunge zurück, bewegt sich die Klinge frei und kann mit einer minimalen Bewegung in die Verriegelungsposition befördert werden. Gibt man die Metallzunge im richtigen Moment frei, stoppt die Klinge im Endanschlag und ist augenblicklich verriegelt. Natürlich lässt sich die Klinge auch über den Daumenpin oder mit beiden Händen öffnen.

Der Vorgang lässt sich beim Schließen umkehren. Bei zurückgezogener Metallzunge gleitet die Klinge wie von selbst zwischen die Griffschalen, nachdem man die Klingenbewegung mit einer kaum wahrnehmbaren Handbewegung initiiert hat. Diese Technik ist kein Hexenwerk und lässt sich in wenigen Minuten erlernen und optimieren. Auf Außenstehende könnte das Sandrin Torino wie ein Vollautomat wirken, dessen Klinge sich wie von Zauberhand gesteuert öffnen und schließen lässt. Konstruktiv ist das Sandrin Torino ein Einhandmesser ohne Öffnungsunterstützung und unterliegt waffenrechtlich nur den gleichen Einschränkungen wie jedes andere Einhandmesser.

Sandrin Torino: Praxis, Preis und Fazit

Das Wolframcarbid als Klingenmaterial hat im Langzeittest gute Ergebnisse geliefert. Die Schnitthaltigkeit der Klinge ist beeindruckend und liegt über dem Niveau der besten pulvermetallurgischen Messerstähle. Die ursprüngliche Befürchtung, dass der harte Werkstoff zu spröde und damit bruchgefährdet sein könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Das Sandrin Torino erfüllt die Ansprüche, die an ein Alltagsmesser zu stellen sind und verspricht auch bei täglicher Beanspruchung langlebig zu sein.

Die Verarbeitung des Messers ist in allen Punkten gut. Hergestellt wird es nicht von Sandrin Knives selbst, die Firma produziert die Klingen, besitzt aber keine Fertigungseinrichtungen für Messer. Außerdem zeichnet Sandrin für Design und Konzeption des Messers verantwortlich. Auch wenn auf der Verpackung und in der Werbung „Made in Italy“ angegeben ist, gefertigt wird das Sandrin Torino von Partner TUYA Knife. Letzte Arbeitsschritte finden dann in Italien statt. TUYA Knife besitzt viel Erfahrung bei der Herstellung von Messern und unterstützt das Designteam auch beratend bei Detaillösungen.

Sandrin Torino, Open, Clip Side

Das Sandrin Torino ist im Alltag ein angenehmer und sehr wirkungsvoller Begleiter und hat sich den Titel „Hardcore EDC“ im Langzeittest redlich verdient. Die nur 1,3 Millimeter starke Klinge gleitet geradezu durch das Schnittgut und wirkt durch ihre schmale Bauweise umso schärfer. Sollte die Schärfe eines Tages nachlassen, ist mit Wasserstein, Sharpmaker und Co. allerdings kein Blumentopf zu gewinnen. Die harte Wolframcarbidklinge trägt eher Material am Schleifgerät ab als umgekehrt. Diamantschleifsteine sind zum Schärfen des Sandrin Torino unverzichtbar und deren Anschaffung kann zu Folgekosten führen.

Das Sandrin Torino wird im deutschen Online-Handel für knapp 200,- Euro angeboten. Das ist für ein Messer mit G-10 Griffschalen erst einmal ein stolzer Preis. Auf der Habenseite des Messers steht das hightech Klingenmaterial, dessen Herstellung in messertauglicher Qualität mit hohem Aufwand verbunden ist. Auch die Bearbeitung der Klinge im Produktionsprozess ist aufwendiger als bei Messern mit Klingen aus Stahl.

Das Recoil Lock ist ein weiterer Pluspunkt. Weil es nicht nur gut funktioniert, sondern weil seine Bedienung richtig Spaß bereitet. Das Öffnen der Klinge per Handbewegung stellt jeden Flipper in den Schatten. Bis Lock und Klinge Serienreife erreichen, war viel Entwicklungsarbeit zu leisten und die Kosten schlagen natürlich beim fertigen Produkt zu Buche. Letzter Punkt: Das Messer ist einzigartig. Taschenmesser mit der Ausstattung des Sandrin Torino gibt es von keinem anderen Hersteller.

Das Sandrin Torino vereint Luxus mit asketischer Beschränkung auf das Wesentliche. Und es ist auf sympathische Weise ein wenig verrückt, ein Arbeitsmesser mit einem Taschenclip auszustatten, dessen aufwendige Herstellung viele Customs alt aussehen lässt. Wer sich für den Mix aus Hightech, Handarbeit, Schlichtheit und verstecktem Luxus begeistern kann und den ersten Schock beim Anblick der Klinge überwunden hat, macht beim Kauf dieses Messers für 200,- Euro nichts verkehrt.

Gentleman Version des Arbeitsmessers

Reichlich gute Nachrichten ganz zum Schluss: Die Klinge aus Wolframcarbid ist so widerstandsfähig, dass das „Angel Hair“ auch nach längerer Benutzung unbeeinträchtigt erhalten bleibt und kaum weitere Kratzer dazukommen. Das wird nicht nur alle himmlischen Punks, Oma Kasulke und ihren Zwergpudel freuen. Auch die polierte Klinge des monatelang getesteten Prototypen ist bis heute frei von Kratzern.

Für alle Messerfans, die mit dem Angel Dust, Verzeihung: Angel Hair nicht leben können, ist bereits ein passendes Messer bei Sandrin Knives in Vorbereitung. Ein Sandrin Torino in der Ausführung als Gentleman Folder. Mit Griffschalen aus Carbon und polierter Klinge. Ganz ohne Kratzer. Versprochen!

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Sandrin Torino - Bewertung